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Das Schicksal ist ein mieser Verräter (2012) ist ein Jugendroman des amerikanischen Schriftstellers John Green (330 Seiten; Originaltitel: The Fault in Our Stars).
Erzählt wird die Geschichte von Hazel Grace Lancaster, einem 16-jährigen Mädchen, das an Schilddrüsenkrebs erkrankt ist, der ihre Lunge befallen hat. Hazel wird von ihren Eltern gezwungen, eine Selbsthilfegruppe zu besuchen, wo sie anschließend den 17-jährigen Augustus Waters, einen Ex-Basketballspieler und Amputierten, kennenlernt und sich in ihn verliebt.
Der Titel ist inspiriert von Shakespeares Stück Julius Cäsar, in dem der Edelmann Cassius zu Brutus sagt: "The fault, dear Brutus, is not in our stars, but in ourselves, that we are underlings." ("Nicht durch die Schuld der Sterne, lieber Brutus, durch eigne Schuld nur sind wir Schwächlinge." Akt 1, Szene 2)

Zusammenfassung

Hazel Grace Lancaster, eine 16-Jährige mit Schilddrüsenkrebs, der sich auf ihre Lunge ausgebreitet hat, besucht auf Geheiß ihrer Mutter eine Selbsthilfegruppe für Krebspatienten. Bei einem Treffen lernt Hazel einen 17-jährigen Jungen namens Augustus (Gus) Waters kennen, der sich derzeit in Remission befindet und durch ein Osteosarkom sein rechtes Bein verloren hat. Gus ist bei dem Treffen, um Isaac zu unterstützen, seinen Freund, der Augenkrebs hat. Hazel und Gus verstehen sich auf Anhieb und vereinbaren, die Lieblingsromane des anderen zu lesen.

Eine Woche später offenbart Gus Hazel, dass er die Assistentin (Lidewij) des Schriftstellers Van Houten (den Autor ihres Lieblingsbuches) ausfindig gemacht hat und es durch sie geschafft hat, eine E-Mail-Korrespondenz mit diesem zu beginnen. Die beiden schicken einige Fragen zum Ende des Romans; er antwortet schließlich und erklärt, dass er Hazels Fragen nur persönlich beantworten kann. Bei einem Picknick überrascht Gus Hazel mit Tickets nach Amsterdam, um Van Houten zu treffen.

Als Hazel und Gus Van Houten treffen, sind sie schockiert, als sie feststellen, dass er ein gemeiner Alkoholiker ist. Entsetzt über Van Houtens feindseliges Verhalten gegenüber den Teenagern, gesteht Lidewij, das Treffen ohne das Wissen ihres Arbeitgebers organisiert zu haben. Lidewij kündigt ihren Job und nimmt Hazel und Gus mit zum Anne-Frank-Haus, wo Gus und Hazel ihren ersten Kuss teilen.

Am nächsten Tag offenbart Gus, dass sein Krebs zurückgekehrt ist. Nach der Rückkehr nach Indianapolis verschlechtert sich Gus' Gesundheitszustand weiter, was dazu führt, dass er für einige Tage auf der Intensivstation bleibt. Da er seinen Tod fürchtet, lädt Gus Isaac und Hazel zu seiner Vor-Beerdigung ein, wo sie die Trauerrede halten. Gus stirbt kurz darauf und lässt Hazel mit gebrochenem Herzen zurück. Van Houten taucht bei Gus' Beerdigung auf, um sich bei Hazel zu entschuldigen.

Schließlich findet Hazel heraus, dass Gus kurz vor seinem Tod noch etwas für sie geschrieben hat, und sucht nach den offenbar aus seinem Notizblock herausgerissenen Seiten. Lidewij entdeckt Gus’ Brief zwischen van Houtens Fanpost und schickt ihn zurück an Hazel. Es handelt sich um einen Nachruf an Hazel.

Charaktere

Zitate

„Im Winter meines sechzehnten Lebensjahres kam meine Mutter zu dem Schluss, dass ich Depressionen hatte, wahrscheinlich, weil ich kaum das Haus verließ, viel Zeit im Bett verbrachte, immer wieder dasselbe Buch las, wenig aß und einen großen Teil meiner reichlichen Zeit damit verbrachte, über den Tod nachzudenken.“ (S. 7)

„Denn es gibt nur eins auf der Welt, das ätzender ist, als mit sechzehn an Krebs zu sterben, und da ist, ein Kind zu haben, das an Krebs stirbt.“ (S. 10)

„Ich mochte Augustus Waters. Ich mochte in richtig, richtig gerne. Ich mochte die Art, wie er seine Geschichte immer bei jemanden anderem enden ließ.“ (S. 26)

Fazit

Die Kritiker lobten das Buch vor allem für seinen Humor, die starken Charaktere, die Sprache, die Themen und die neue Perspektive auf Krebs und Romantik. Eine Mischung aus Melancholie, herzlich, philosophisch und lustig.
Die Liebesgeschichte ist so real wie dem Untergang geweiht, und die herzzerreißenden Lacher, die schon früh im Roman auftauchen, machen die leuchtenden letzten Seiten umso herzzerreißender.
Der Autor überrumpelt die Leser sofort mit einer so aufschlussreichen Beobachtung, die auf eine so unsentimentale Weise vorgetragen wird, dass es schwer ist, nicht den Kopf vor Bewunderung zu schütteln.

Im Jahr 2014 kam die Verfilmung (Regie: Josh Boone) in die deutschen Kinos. Shailene Woodley übernahm die Rolle der Hazel, Ansel Elgort die des Augustus und Willem Dafoe die von Peter Van Houten.

Autor

John Michael Green (* 1977) ist ein US-amerikanischer Autor, YouTuber und Podcaster. Er gewann den 2006 Printz Award für seinen Debütroman, "Eine wie Alaska", und seine vierter Roman, "Das Schicksal ist ein mieser Verräter", debütierte auf Platz eins auf der New York Times Bestseller-Liste im Januar 2012. Im Jahr 2014, Green wurde in der Time-Magazin-Liste der 100 einflussreichsten Menschen in der Welt. Ein weiterer Film, basierend auf einem Green-Roman, "Margos Spuren", erschien 2015.

Green machte im Jahr 2000 seinen Abschluss am Kenyon College mit einem Doppelstudium in Englisch und Religionswissenschaften.
Er beabsichtigte, Episkopalpriester zu werden, aber seine Erfahrungen bei der Arbeit in einem Krankenhaus mit Kindern, die an lebensbedrohlichen Krankheiten litten, inspirierten ihn dazu, Autor zu werden und später "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" zu schreiben.
Green lebte mehrere Jahre in Chicago, wo er für Rezensionen für die Zeitschrift Booklist während er "Eine wie Alaska" schrieb.