Die Tagebücher des Michael Iain Ryan von Nadja Losbohm

 

Werbung: *Das Buch wurde mir von Nadja Losbohm als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Die Rezension spiegelt dennoch meine ehrlich und eigene Meinung wieder.

Michael Iain Ryan oder auch Pater Michael, ist ein Charakter aus Nadja Losbohms Fantasy-Reihe “Die Jägerin”. Alleine der Prolog machte mich schon extremst neugierig und hielt mich so gefangen, dass ich keine zwei Tage für das Buch brauchte.

Michael Iain Ryan wurde im Jahr 982 geboren und erzählt uns die Geschichte bzw. schreibt sie in seine Tagebücher, als er knapp 1000 Jahre alt ist. Ein langes Leben, in dem er nicht nur der Kleriker für seine Gemeinde ist, sondern auch verwantwortlich für die Jäger. Die Jäger, die dafür sorgen, das Dämonen, Monster und Vampire, also Gestalten der Nacht, sich nicht an unschuldigen Seelen vergreifen.

Als Pater Michael beginnt, uns seine Geschichte zu erzählen, ist es noch nicht all zu lange her, dass der letzte Jäger gestorben ist und es kann Jahre dauern, bis es einen neuen geben wird. Mehr Informationen zu diesem Teil der Geschichte erhalten wir dann aber nicht mehr im Laufe seines ersten Tagebuches. Und genau das machte es direkt noch mal spannender, denn natürlich will ich jetzt wissen, wie es im nachfolgenden Band weitergehen wird.

Aber nicht nur deswegen, sondern auch, weil mir die Geschichte auch sonst richtig gut gefiel. Nadja schreibt sehr einnehmend, packend und anschaulich. Ich fühlte mich, als würde ich mit Michael in einem gemütlichen Bücherzimmer sitzen. Im Hintergrund knister das Feuerholz im Kamin. Wir sitzen in gemütlichen Ohrensesseln in einem sonst stillen und düsteren Raum. Und nun beginnt er, uns aus seinem Leben zu erzählen. Und schon tauchen wir ein, hin zum Anfang, als er gerade mal ein acht Jahre alter Bub war. Wir lesen von den harten Anfängen, bei denen er selbst nicht weiß, warum er all dieses Leid durchstehen muss und was Gottes Plan mit ihm ist.

Während wir erleben, wie er in jungen Jahren wie ein Aussätziger behandelt wird, lief mir mehr als ein Schauer über den Rücken. Die anderen aus dem Kloster sind sich sicher, so wie schon sein Vater – in ihm steckt der Dämon, den es gilt auszutreiben, koste es was es wolle. Und so drangsalieren sie ihn, spucken ihn an, schlagen, treten und beschimpfen den damals acht Jährigen über zehn Jahre hinweg. Aber Michael ist eigentlich genau das Gegenteil. Er trägt das Gute in sich, die anderen sind die, die böse sind. Und er lässt sich nicht brechen, bleibt stark und das seine ganze Kindheit und Jugend über. Sein Licht darf nicht erlöschen und so endet das erste Tagebuch mit dem Ende seiner Jahre im Kloster und so langsam kommen wir seiner Bestimmung immer näher.

Und deshalb bin ich ebenfalls wahnsinnig gespannt auf die Fortsetzung. Die hoffentlich ebenso spannend, packend und anschaulich wird. Wer von euch also eher dunklere, mittelalterlich-historisch angehauchte Romane mit Fantasy-Elementen mag, der ist mit “Die Tagebücher der Michael Iain Ryan” bestens bedient.


Infos zum Buch

Erscheinungsjahr: 2017

Genre: Fantasy, Historische Fantasy

Verlag: Selfpublished mit neobooks

Format: ebook

ISBN: 978-3-7427-8169-7

Preis: 3,99 €

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Autorin:

Nadja wurde 1982 in Henningsdorf geboren. Im Alter von sechs Jahren zog sie nach Berlin, wo sie auch heute noch lebt und arbeitet. Bereits im Alter von 19 kam Sie auf die Idee ihrer ersten Geschichte. Diese kam 10 Jahre später als ihr Erstlingwerk “Alaspis – Die Suche nach der Ewigkeit” auf den Markt. Darauf folgte die mehrteilige Fantasy-Romance-Reihe rund um “Die Jägerin” sowie das Kinderbuch “Hamster Stopfdichvoll und seine Freunde”.

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