Mörder Anders und seine Freunde nebst dem ein oder anderen Feind von Jonas Jonasson (c) Penguin Verlag

Werbung: *Das Buch wurde mir von Bloggerportal und dem Penguin Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Die Rezension spiegelt dennoch meine ehrlich und eigene Meinung wider.

Jonas Jonasson hatte mich mit “Dia Analphabetin, die rechnen konnte” total verwirrt dann aber doch begeistert. Mit “Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand” setzte er noch einmal eins obendrauf. Was vermutlich auch daran lag, dass ich mit dem Schreibstil nicht mehr warm werden musste, sondern schon vollauf gefangen war. Da war es natürlich klar, dass ich auch unbedingt “Mörder Anders und seine Freunde nebst dem ein oder anderen Feind” lesen wollte.

An seinen ersten beiden Büchern konnte er mich nicht nur mit seinem witzig, sarkastisch-ironischen und vollkommen überzogenen, rasanten Schreib- und Erzählstil begeistern. Sondern vor allem mit seinen schwarz-humorigen politischen und historischen Spitzen. Der Schreib- und Erzählstil war auch in diesem Buch wieder altvertraut, peitschte mich nur so durch das Buch und konnte mich wieder auf der wilden Fahrt mitreisen. So richtig politisch und historisch war es dieses Mal nicht, zumindest nicht weltweit gesehen. Stattdessen nimmt Jonas Jonasson mit Mörder Anders und seinen Freunden vor allem die Religion und eher die schwedische Politik bzw. Reglementierungslage aufs Korn.

Wie der Titel schon verrät, handelt die Geschichte um Mörder Anders, der eigentlich gar nicht mehr morden will und durch unglückliche oder auch glückliche Umstände plötzlich Kontakt zu Jesus hat, allen voran wegen diesem vorzüglichen Abendmahl, vor allem den flüssigen Teil. Dann wirft er noch eine Pfarrerin, die mit Gott hadert und einen frustrierten Rezeptionisten namens Per Persson mit in den Raum. Ein skurriles Trio, das auf großer Mission ist: Sie wollen Menschen glücklicher, aber allen voran ihren Geldbeutel voller machen. Und das auf verschiedenste abgedrehte, verrückte, abenteuerliche Weise. Bei diesen ungeheuerlichen Abenteuern begleiten wir das Trio quer durch Schweden.

Wie immer eine vollkommen unrealistische aber amüsante Geschichte. Skurille und überspitze Charaktere, die das Buch genau zu dem unterhaltsamen Trip machen, das es ist. Dennoch war es für mich etwas schwächer als der Hundertjährige, da es mir ein bisschen zu lang wurde und diese typischen vollkommen wirren Verstrickungen fehlten.

Infos zum Buch

Erscheinungsdatum: 11.9.2017

Genre: Roman

Übersetzung: Wibke Kuhn

Verlag: Penguin Verag

Format: Taschenbuch

Seiten: 368

ISBN: 978-3-328-10182-6

Preis: 10,00 € [DE]; 10,30 € [AT]; 13,90 € [CHF]

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Autor:

Jonas Jonasson lebt auf der Insel Gotland und wurde im Jahr 1961 in Schweden geboren. Er arbeitete nach seinem Studium in Göteborg als Jounalist. Später gründete er eine eigene Medien-Consulting-Firma. Nach 20 Jahren verkaufte er die Firma und schrieb seinen weltweiten Bestseller „Der Hunderjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“. „Die Analphabetin, die rechnen konnte“ ist sein zweites Buch.

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