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Schloss aus Glas von Jeannette Walls

von Franzi S.
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Rezensionsexemplar

Jeannette Walls konnte mich vor einer Weile bereits mit ihrem Buch „Die andere Seite des Himmels“ absolut begeistern. Mit „Das Schloss aus Glas“ liefert sie uns einen autobiografischen Roman, der uns von ihrer Kindheit und dem frühen Erwachsenenleben erzählt. Was unglaublich erscheint, denn das Buch könnte ebenso frei erfunden sein. Wüsste ich nicht, dass es real ist, würde ich denken, man möchte mich veralbern, wenn man mir erzählt, dass jemand wirklich so gelebt hat.

Denn Jeannette und ihre Familie haben alles andere als ein geregeltes, normales Leben. Der Vater ist ein Säufer, spielt Karten, verliert einen Job nach dem anderen, glaubt nicht an das „System“ oder „Krankenhäuser“. Denkt die Gewerkschaft ist hinter ihm her und gerät immer wieder in Prügeleien. Die Mutter ist Künstlerin und obwohl sie als Lehrerin überall eine Anstellung finden würde, hat sie keine Lust darauf. Stattedessen müssen sie und ihre Kinder hungern, bevor sie sich vor eine Klasse stellt. Immer wieder ziehen die Walls weiter quer durch Amerika. Von Übernachtungen unter freiem Himmel und im Auto arbeiten sie sich zu regelrechten Bruchbuden, die schon fast lebensgefährlich sind, hoch. Länger als einige Monate bleibt die Familie die ganze Kindheit von Jeanette hinweg nirgends wohnen.

Ein erschütternder, aber dennoch auch wunderschöner Roman. Zwar gibt es keinen roten Faden oder gar einen sinnvollen Spannungsbogen, aber dafür ist es voll mit Optimismus, Hoffnung und trotz aller Widrigkeiten voller Liebe und Zusammenhalt. Denn irgendwie schaffen es Jeannette und ihre Geschwister dennoch, ihre Eltern zu lieben. Sie schaffen es, dennoch eine glückliche Kindheit voller Abenteuer zu erleben. Und sie schaffen es irgendwann, ihrer eigenen Wege zu gehen. All das erzählt uns die Autorin mit wundervoll beschreibenden, bildhaften und eingehendem Schreibstil, der dafür sorgte, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.

Ideal für alle, die Walls mögen und die auf autobiografische Romane stehen bzw. gerne mehr über das Leben anderer Menschen lesen. Ein Buch, das einem sehen lässt, wie gut es vielen von uns geht und wie viel dankbarer wir alle dafür sein sollten. Und ein Buch, das zeigt, dass nichts unmöglich ist und dieses Mal sogar glaubhaft, denn es ist die Realität von Jeanette Walls und ihrer Geschwister.

*Das Buch wurde mir vom Bloggerportal und dem Diana Verlag zur Verfügung gestellt. Die Rezension spiegelt dennoch meine eigene und ehrliche Meinung wieder.


Infos zum Buch

Erscheinungsjahr: 21.08.2017 (Filmausgabe)

Verlag: Diana

Seiten: 400

Sprache: Deutsch

Genre: Roman

Format: Taschenbuch

Meine Wertung: 5 Sterne

Originaltitel: The Glass Castle

Originalverlag: Scribner

Übersetzung: Ulrike Wasel, Klaus Timmermann

ISBN: 978-3-453-35968-0

Preis: [D] 9,99 €, [A] 10,30 € [CH] 13,90 €

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Lesemomente

Autorin:

Jeannette Walls studierte am Barnard College und arbeitete über zwanzig Jahre als Journalistin in New York. Sie wurde in Phoenix, Arizona, geboren. 2006 erschien ihr Debüt „Schloss aus Glas“, das in dreiundzwanzig Sprachen übersetzt und zum internationalen Bestseller wurde. Heute lebt sie mit ihrem Mann in Virgina.

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Liebe Franzi,
Das Buch habe ich vor einigen Jahren gelesen und es hat mich damals sehr berührt. Es ist wirklich unglaublich, was diese Kinder wegen ihren Eltern durchmachen mussten. Und doch berichtet Walls auch von so vielen schönen Erinnerungen. Das hat mich sehr beeindruckt und ich muss noch immer an diese Geschichte denken. Eines dieser Bücher, die mich wahrscheinlich ewig begleiten werden.
Hast du den Film dazu gesehen?

Das klingt ja wirklich unglaublich..! Da ist man irgendwie grad froh, ist die eigene Kindheit in geregelten Bahnen verlaufen.
Ich behalte das Buch mal im Hinterkopf, denn es könnte durchaus eines sein, dass mir zusagt.
LG, Daniela

Hallo liebe Franzi,
ich habe das Buch ein paar Wochen vor dem Film im letzten Jahr gelesen und fand es auch sehr emotional. So schrecklich manche Taten von den Eltern auch waren, fand ich es faszinierend, dass die Kinder doch auch immer etwas gutes in allem gefunden haben.
Hast du den Film dazu gesehen? Der war schauspielerisch auch wirklich gut umgesetzt und kann ich nur empfehlen.

Ich wünsche dir einen schönen Rest-Sonntag und ganz liebe Grüße,
Nadine

Hey Franzi,

das Buch hört sich echt gut an… Ich leg mir das mal auf die Wunschliste. 😀
Danke für deine Rezension. 🙂

Hab einen tollen Abend.

Ganz lieben Gruß
Steffi von angeltearz liest

[…] eben ganz klar, weil ein*eine Alkoholiker*in eine Rolle spielt, wie im jüngst von mir gelesenen „Schloss aus Glas“. Viele bekannte Schriftsteller aus früherer Zeit schreiben sogar Trinklieder, wie Goethe oder […]

[…] Es ist wundervoll und so unglaublich, dass es tatsächlich das Leben der Autorin ist. Den Film Schloss aus Glas habe ich dann direkt im Anschluss gesehen – aber, das Buch war besser!! Darum […]

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