Ich stöbere weiter und bewege mich dieses Mal abseits großer Verlage. Ich habe im Katalog der Kurt Wolf Stiftung nach unabhängigen Verlagen gesucht und mir die Programme von denen angeschaut, die mich der Beschreibung nach sofort ansprachen. Es waren ganz schön viele, deswegen Teile ich das ganze in drei Teile auf. Hier sind meine Favoriten – Teil I.

Inhalt:

  1. Marisch Verlag
  2. Antje Kunstmann Verlag
  3. Arco Verlag
  4. AvivA Verlag

Mairisch Verlag

Aus dem Programm des Mairisch Verlages, der euch bestimmt durch den Indiebookday bekannt ist, habe ich gleich drei Favoriten mitgenommen. Auch gar nicht schwer, denn mir gefällt der bunte Mix an Schwerpunkten: Junge Literatur, Sachbuch, Graphic Novel, freie Hörspielszene und Musik. Da findet bestimmt jeder etwas. Ich lege euch auch den Blog des Verlages ans Herz, wenn ihr mehr darüber erfahren wollt, was die eigentlich so den ganzen Tag machen. Oder, wenn ihr sie in die Gastländer der Frankfurter Buchmesse begleiten möchtet. Und hier meine drei Favoriten:

Die Philosophie des Kochens – Stevan Paul (Hg.)

(Rechte am Buchcover liegen beim Mairisch Verlag, www.mairisch.de)

Die Philosophie des Kochens - Stevan Paul (Hg.) (c) Mairisch VerlagKochen ist für die meisten für uns wohl eher Routine oder eine tägliche Pflicht. Schließlich muss man ja irgendwann mal irgendwas essen. Für mich tatsächlich auch meistens. Ausnahmen bilden da eher das Wochenende, aber auch dann vergesse ich meistens, dass Kochen auch viel mehr sein kann. Denn eigentlich kann es auch ein Erlebnis sein, dass alle unsere Sinne anspricht und sorgt für gesellige Abende mit Freunden und Familie. Stevan Paul versammelt in diesem Buch 18 Autoren und Autorinnen. Von Köchen über Food-Aktivisten bis hinzu Bloggern, Gastrokritikern, Journalisten, Philosophen und Wissenschaftlern.

Sie schreiben darüber, welche Erfahrungen sie beim Kochen gemacht haben, quasi über ihre Philosophie des Kochens. Aber das Buch verspricht uns auch Hintergrundinformationen darüber, welchen evolutionären Einfluss das Kochen auf die Menschheit hatte. Aber auch noch viele weitere Dinge wie beispielsweise über den Einfluss von Zen-Buddhismus auf die japanische Küche oder über die Wahrnehmung von Geschmack. Ich finde, das klingt wahnsinnig spannend. Und ich muss bei dem Buch direkt an die liebe Petzi denken. Wenn das nichts für dich ist?

Infos zum Buch: Hardcover,  Zweifarbiger Innenteil, Titelprägung, 240 Seiten, Lesebändchen, ISBN: 978-3-938539-49-1, Preis: 20 €

Wir hier draußen. Eine Familie zieht in den Wald – Andrea Hejlskov

(Rechte am Buchcover liegen beim Mairisch Verlag, www.mairisch.de)

Wir hier draußen. Eina Familie zieht in den Wald von Andrea Hejlskov (c) Mairisch VerlagEinige haben bestimmt mitbekommen, dass ich Anfang Oktober für ein paar Tage in Göteborg, Schweden, war. Und dass ich einen Tag auf einer Schäreninsel, eine der autofreien, verbracht hatte. So schön, so ruhig, unfassbare Natur und das Rauschen des Meeres. Aber, ich würde auch gerne mal mitten in Smaland in einer Ferienwohnung im Wald ein paar Wochen Urlaub machen. Genau deshalb hat mich “Wir hier draußen. Eine Familie zieht in den Wald” sofort angesprochen.

Eine Familie fängt neu an, mitten im Wald in Schweden. Andrea Hejlskov hatte genug – sie und ihr Mann sahen keinen Sinn mehr in den täglichen Mühen der Arbeit. Die Kinder saßen nur noch vor dem PC, es gab kaum noch richtige Unterhaltungen. Es war klar, das ist nicht das Leben, dass sie führen wollen. Und daher entschieden sie sich, das Leben komplett zu ändern. Das suchen, was wirklich zählt, und zwar in mitten der schwedischen Natur. Doch das klingt einfacher, als es ist. Denn die Familie muss die grundlegenden Dinge des täglichen Lebens erst einmal neu lernen. Beispielsweise wie man Holz hackt, eine Blockhütte baut, im Freien kocht oder wie man sich verhält, wenn mitten im Nirgendwo jemand verletzt ist oder krank wird. Die dänische Andrea Hejlskov berichtet schonungslos ehrlich von ihrem radikalen Entschluss und diesem einmaligen Neuanfang.

Infos zum Buch: Hardcover, Titelprägung, 296 Seiten, Lesebändchen, ISBN: 978-3-938539-47-7, Preis: 20 €

Das Buch Der Wunder – Stefan Beuse

(Rechte am Buchcover liegen beim Mairisch Verlag, www.mairisch.de)

Das Buch der Wunder von Stefan Beuse (c) Mairisch VerlagIch gebe zu – bei “Das Buch der Wunder” war ich auf den ersten Blick ein Coveropfer. Es ist aber auch traumhaft schön, oder nicht? Und auch ein Titelopfer, denn der klingt doch äußerst vielversprechend und nach etwas ganz Besonderem. Das Buch handelt von zwei Geschwistern: Penny und Tom, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Penny ist für jedes Wunder offen. Tom braucht für alles eine wissenschaftliche Erklärung. Doch es passieren immer mehr unerklärliche Dinge und so entwickelt Tom sein ganz eigenes Gespür für die Wahrheit und die Grenze zwischen der sichtbaren und unsichtbaren Welt wird immer durchlässiger.

Man trifft ihn zwölf Jahre später wieder. Tom arbeitet mittlerweile in einer Werbeagentur. Und plötzlich passieren wieder seltsame Dinge und ein alter Fall wird neu aufgerollt. Einer, in dem ein geheimnisvolles Mädchen mehr weiß, als sie wissen dürfte. Und hinter Tom scheint irgendetwas her zu sein. Das ist der Zeitpunkt, an dem er sich an “Das Buch der Wunder” erinnert, ein Vermächtnis seiner Schwester. Ein Buch, das wie eine Prophezeiung ist und ihn zwingt, sich seinem wahren Wesen zu stellen.

Das klingt irgendwie verwirrend, eigenartig aber auch sehr interessant und verspricht Wunder und Spannung. Ich freue mich schon drauf und hoffe, ich hab es bald in den Händen.

Infos zum Buch: Hardcover, Titelprägung, papayafarbiges Vorsatzpapier, 224 Seiten, Lesebändchen, ISBN: 978-3-938539-44-6, Preis: 18 €


Antje Kunstmann Verlag

Auch beim Antje Kunstmann Verlag, bin ich fündig geworden. Hier war ich ja schon in das Titelblatt der neuen Verlagsvorschau schock verliebt. Das praktischerweise auch das Cover eines der beiden Favoriten ist. Die Schwerpunkte: Literatur und Sachbuch. Aber auch schön illustrierte Bücher sowie ausgewählte Kochbücher, Kinderbücher und neu auch Jugendbücher. Folgende zwei Schätze habe ich ins Auge gefasst:

Singt, ihr Lebenden und ihr Toten, singt – Jesmyn Ward

(Rechte am Buchcover liegen beim Antja Kunstmann Verlag)

Singt, ihr Lebenden und ihr Toten, sing von Jesmyn Ward (c) KunstmannHier war ich ja auch wieder so ein Titel/Coveropfer :D. Aber, das ist eben die halbe Miete, um meine Aufmerksamkeit zu bekommen^^. Es geht um die Geschichte einer Familie: Jojo und seine kleine Schwester Kayla leben gemeinsam mit ihren Großeltern Mam und Pop an der Golfküste von Mississippi. Ihre Mutter, Leonie, kümmert sich kaum um die beiden. Oft ist sie high und wird dann von Visionen ihres toten Bruders heimgesucht. Die quälen und trösten sie zugleich. Ihre Mam ist unheilbar an Krebs erkrankt und ihr verlässlicher, stiller Pop versucht, den Haushalt noch am Laufen zu halten. Und er versucht Jojo beizubringen, wie man erwachsen wird.

Der Vater? Der sitzt im Gefängnis. Er ist weiß, der Rest der Familie nicht. Bald wird er aus dem Gefängnis entlassen. Und Leonie schnappt sich die Kinder und eine Freundin, um zur “Parchment Farm” zu fahren, dem staatlichen Zuchthaus, um ihn abzuholen. Es beginnt eine Reise voller Gefahren und Hoffnungen. Eine Geschichte voller Armut und von einer schwarzen Familie in dieser von Rassismus geprägten Gesellschaft. Eine die sich allerlei bedeutende Fragen stellt, wie beispielsweise: Was bedeuten eigentlich familiäre Bindungen? Wie bewahrt man Liebe, Achtung und Würde, wenn man sie denn selbst nie erfährt? Ein Buch, das verspricht unter die Haut zu gehen und viele wichtige Dinge anspricht und damit ein Must-have für mich.

Infos zum Buch: Hardcover, 300 Seiten, ISBN: 978-3-95614-224-6, Preis: 22 €, Erscheinungsdatum: 14.2.18

Die Architektur des Knotens – Julia Jessen

(Rechte am Buchcover liegen beim Antja Kunstmann Verlag)

Die Architektur des Knotens von Julia Jessen (c) KunstmannUnd nun kommen wir zum Buch, dessen Cover mich schon als Titelbild der Verlagsvorschau überzeugte: “Die Architektur des Knoten” von Julia Jessen. Natürlich hat mich auch der Titel sehr neugierig gemacht. Und darum geht es: Yvonne und Jonas sind sowas wie ein typisches Bilderbuch-Paar. Beide kümmern sich liebevoll um ihre Kinder, haben einen großen Freundeskreis, verstehen sich, sind beide berufstätig und teilen sich die täglichen Aufgaben. Doch Yvonne bekommt immer mehr das lähmende Gefühl, nur noch zu funktionieren. Doch warum, ist auch für Sie ein Rätsel. Ausschließlich die Gewissheit, dass es so nicht weitergehen kann, wird immer stärker. Bis sie nach einem Fest mit einem jüngeren Gast mitgeht und mit ihm schläft. Doch warum musste sie es ihrem Mann erzählen? Und warum ihre Familie verlassen? Fragen über Fragen, sie weiß nicht, warum sie etwas zerstörte, dass doch eigentlich perfekt war. Ein Buch über Konflikte, in denen sich viele von uns wiederfinden. Konflikte, denen sich nur wenige so radikal gegenüberstellen. Aber Julia Jessen erzählt auch davon, wie es als Familie möglich ist, wieder zusammenzufinden.

Für mich klingt diese Geschichte wundervoll real, aus dem Leben gegriffen und erinnert mich von der Art ein bisschen an eines meiner Highlights der letzten Jahre: Die Glücklichen von Kristine Bilkau. Ich bin gespannt, ob es mich ebenso überzeugen kann.

Infos zum Buch: Hardcover, 432 Seiten, ISBN: 978-3-95614-229-1, Preis: 24 €, Erscheinungsdatum: 07.03.18


Arco Verlag

Den Arco Verlag hatte ich bisher noch gar nicht auf dem Schirm, aber die Kurzbeschreibung hatte mich überzeugt und ich ging stöbern. Der Verlag bringt Bücher, die die Vielfalt der Literatur bilden sowie das Neben- und Miteinander von Völkern und Kulturen in Mitteleuropa. Also genau mein Ding und noch dazu auch zu Hause für Exilautoren wie Georg Kreisler oder Fritz Beer. Er bietet eine bunte Mischung und so war es nicht schwer, zwei Schätze zu entdecken, die ich mir holen möchte:

Leben, um zu überleben – Reli Alfandari Pardo

(Rechte am Buchcover liegen beim Arco Verlag)

Leben, um zu überleben von Reli Alfandari Pardo (c) Arco VerlagReli Alfandari Pardo – unschuldig will sie damals wissen, warum sie denn so ein Familienfoto benötigen. Nur kurze Zeit später ist ihre Kindheit vorbei. Und schon bald wird die Aufnahme aus dem Belgrad des Jahres 1939 zu einem der letzten Erinnerungsstücke an ein früheres Leben. Und eines der letzten, das Reli Alfandari Pardo von den Ihren geblieben ist. Das unbeschwerte Leben beginnt in der Schule zu bröckeln. Zwischen ihr und den christlichen Freundinnen steht etwas, dass sie trennt. Doch sie will ihre Ausgrenzung mit Stolz tragen. Und dann reicht der Zweite Weltkrieg bis nach Belgrad. Im April 1941 wird die Stadt von deutschen Fliegern bombardiert. Und mit diesen Besatzern hält der Alptraum Einzug in das Leben der serbischen Juden.

Erst viele Jahre später findet Reli Alfandari Pardo Worte dafür, was mit ihr und ihrer Familie passierte. Doch noch immer spürt man, wie es ist, als junges Mädchen plötzlich alles daran zu setzen, jemand nicht mehr zu sein, keine Jüdin mehr sein zu dürfen. Anders als Anne Frank kann sie sich in den Verstecken retten. Den Massakern, Razzien und Bomben entgeht sie nur knapp, doch ihre Eltern und ihr Bruder lassen im KZ ihr Leben.

Das Buch soll eine der bewegendsten Überlebensgeschichten der damaligen Zeit sein. Und deshalb muss es bei mir einziehen, denn egal wie oft Geschichten von damals erzählt werden und wie lange es auch her sein mag, sie dürfen niemals in Vergessenheit geraten. Und schon gar nicht bei alledem, was sich in den letzten Jahren wieder entwickelt.

Infos zum Buch: Hardcover, 350 Seiten, ISBN: 978-3-938375-89-1, Preis: 24 €, Erscheinungsdatum: März 2018

Nerrantsoula – Panait Istrati

(Rechte am Buchcover liegen beim Arco Verlag)

Nerrantsoula von Panait Istrati (c) Arco VerlagIn diesem Jahr wird Rumänien das Gastland der Leipziger Buchmesse sein (auf der ich übrigens sein werde). Und Nerrantsoula ist ein Buch, passend dazu. Deshalb wurde ich hellhörig, denn meine Tante kommt aus Rumänien. Und daher will ich mich in diesem Jahr unbedingt näher mit der dortigen Literatur beschäftigen. Da kommt Nerrantsoula von Panait Istrati wie gerufen.

Die Geschichte beginnt wie von einem orientalischen Märchenerzähler geschildert (hierfür am besten mal auf die Verlagsseite schauen, oben verlinkt). Das Buch soll der womöglich schönste Roman von Istrati sein (für alle, die schon etwas von ihm kennen). Ein Roman, der uns von der Judengasse in Braˇila an den Bosporus, von der Walachei nach Konstantinopel und weiter ins ägyptische Alexandria führt. Die Geschichte von Marco und seiner Liebe zu Nerrantsoula, um die aber auch Epaminodas wirbt. Und Nerrantsoula liebt alle beide. Und alle drei haben gemeinsame Feinde – die Bande der Griechen um den wilden Miou.

Ein Buch, in dem wohl ein starkes Frauenbild gezeichnet wird. Denn Nerrantsoul ist es, die sich behauptet. Und daher bin ich umso neugieriger auf die Geschichte. Ist doch schön, wenn selbst in alten Geschichten eine Frau mal der Held sein kann. Ich hoffe, dem ist dann auch wirklich so.

Infos zum Buch: Hardcover, 200 Seiten, ISBN: 978-3-938375-88-4, Preis: 20 €, Erscheinungsdatum: März 2018


AvivA Verlag

Zum Ende von Teil eins gibt es noch meine drei Favoriten aus dem neuentdeckten AvivA Verlag. Neuentdeckt aber nur für mich, denn im Herbst feiert AvivA bereits den 20sten Geburtstag! Was mir besonders gefällt bzw. der Grund, warum er ab sofort auf meiner Must-have-Verlagsliste ist? Der Schwerpunkt liegt auf weiblichen Stimmen und Perspektiven – vergessene Schätze, literarische Entdeckungen und Geschichten über außergewöhnliche Frauen – wobei ich direkt an die liebe Sabine denken muss, deren Blog sich viel um Feminismus und Frauen in der Literatur dreht. Hier meine Favoriten, einfach weil ich Geschichten über starke Frauen sehr wichtig finde und auch gerne lese:

Rachel, die Frau des Rabbis – Silvia Tennenbaum

(Rechte am Buchcover liegen beim AvivA Verlag)

Rachel, die Frau des Rabbis von Silvia Tennenbaum (c) AvivA VerlagRachel ist Mutter eines 16-jährigen Sohnes, um die 40 Jahre alt und seit 20 Jahren mit dem Vorstadtrabbiner Seymour Sonnshein verheiratet. Ihre Lieblingssportart ist Baseball. Ansonsten verbringt sie ihre Zeit gerne im Atelier oder entflieht der Vorstadt mit Ausflügen nach New York. Sie ist also alles andere als die typische Vorstadtfrau oder gar die typische Frau eines Rebbezin. Und genau deshalb möchte ich mehr über sie lesen. Und genau deshalb bleiben in der Gemeinde Intrigen und Querelen nicht aus. Diese und andere Krisen bringen das Leben der Sonnsheins gehörig durcheinander.

Der Roman von Silvia Tennenbaum ist autobiografisch gefärbt, denn sie selbst war über 30 Jahre lang die Frau eines Rabbiners. Ein Buch voller Witz und Ironie über eine jüdische Gemeinschaft in der amerikanischen Vorstadt. Ich bin sehr gespannt.

Infos zum Buch: Broschur, 460 Seiten, ISBN: 978-3-932338-93-9, Preis: 19 €, bereits erschienen

Westend – Annemarie Weber

(Rechte am Buchcover liegen beim AvivA Verlag)

Westend von Aneemarie Weber (c) AvivA VerlagWir treffen Elsa Lewinsky im April 1945. Sie ist damals 27 Jahre alt und alleine in der großbürgerlichen Wohnung ihrer Eltern zurückgeblieben. Sie wartet dort auf das Kriegsende. Der Einmarsch der Russen steht kurz bevor. Dennoch ist die Zukunft ungewiss. Sie ist eine Einzelkämpferin und sieht trotz allem mit Mut und Hoffnung nach vorne. Weber beschreibt die alltäglich gewordenen Erfahrungen mit Hunger, Not, Angst, Vergewaltigung und den Auseinandersetzungen mit den Alliierten in der besiegten Hauptstadt. Ein präzies Psychogram der Typen und Charaktere von damals, ohne sie zu verurteilen.

Ein Roman, der ganz bewusst mit stereotypen Bildern brechen soll. Außerdem wirft er eine außergewöhnliche Perspektive auf die Sicht der Frauen kurz nach dem Zweiten Weltkrieg und macht mich daher neugierig. Denn mich konnte neulich schon “Die Nachtigall” begeistern, wo die Frauen in Frankreich während des Zweiten Weltkrieges in den Vordergrund rücken. Da wird es natürlich Zeit, auch eine Geschichte rund um die deutschen Frauen zu lesen, die mit den Nachfolgen des Krieges kämpfen.

Infos zum Buch: Gebunden, 320 Seiten, ISBN: 978-3-932338-52-6 , Preis: 19,90 €, bereits erschienen

Die Stadt auf dem Wasser – Salome Benidze

(Rechte am Buchcover liegen beim AvivA Verlag)

Die Stadt auf dem Wasser von Salome Benidze (c) AvivA VerlagDiese Erzählung von Salome Benidze handelt von sieben unterschiedlichen und außergewöhnlichen Frauen und daher will ich es haben. Es handelt von Liebe und Unabhängigkeit, Leidenschaft, Gewalt, Ängsten, Hoffnungen, Erinnern und Vergessen – kurz vom Leben und der Suche nach einer Identität.

Da haben wir zum einen Helena. Sie ist für ihre wundervollen Backwaren berühmt. Am liebsten würde sie jedoch ein Getränk aus ihrer Lieblingsfrucht der Berberitze erfinden. Ein Wunsch, der auf Unverständnis stößt, den er wird als zutiefst unweiblich empfunden. Oder da wäre noch Ilaria, die immer nach Orangen duftet und als Baby auf dem Meer ausgesetzt wurde. Sie rettete ein Schwimmer, doch sie bleibt eine Fremde in der Stadt am Wasser. Ein Buch, das unterschiedliche Geschichten verwebt, bei denen sich nach und nach zeigt, dass sie wohl doch nicht so unabhängig sind, wie es zunächst scheinen macht. Und ein Buch, auf das ich jetzt schon wahnsinnig neugierig bin.

Infos zum Buch: Broschur, Illustrationen von Tatia Nadareischwili, 160 Seiten, ISBN: 978-3-932338-91-5, Preis: 16 €, lieferbar


So viele Schätze, die Wunschliste explodiert. Und das war erst Teil I von III. Kennt ihr die Verlage oder eines der Bücher? Oder welche sind eure Favoriten von den oben genannten Verlagen? Berichtet mir doch in den Kommentaren davon!

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