Wenn ich an #Buchpassion denke, dann fällt mir als aller erstes die Abschlussrede von Rory in Chilton ein, ich zitiere:

I live in two worlds.One is a world of books. I’ve been a resident of Faulkner’s Yoknapatawpha Country, hunted the white whale aboard the Pequod, fought alongside Napoleon, saild a raft with Huck and Jim, comitted absurdities with Ignatius J. Reilly, rode a sad train wiht Anna Karenina, and strolled down Swann’s Way. (Quelle: Crazy Internet People)

Auch ich lebe in zwei Welten und habe bereits Moby Dick gejagt, neben Napoleon gekämpft, war mit Huck untewerges, war auf Swann’s Way spazieren und habe eine traurige Zugfahrt mit Anna Karenina hinter mir. Die Welt der Bücher – das ist die Welt die mich aufmuntert, wenn es mir schlecht geht. Eine Welt die mich auffängt, mich unterhält, mich mutig macht, mich zum Weinen und Lachen bringt, mich verwirrt, mich beeindruckt, mich beeinflusst, mich lehrt, meinen Horizont erweitert. Eine Welt, die mir Dinge aufzeigt, die ich nicht kannte, die meine Fantasy anregt, mich stundenlang vollkommen gefangen nimmt. Ohnen Bücher währe die Welt grau und farblos, denn wir hätten nur unser eigenes Leben. Bücher ermöglichen es mir, in andere Welten zu flüchten – ganz egal ob erfunden oder einfach nur ein fremdes Land, eine fremde Kultur und längst vergangene Zeiten. Ob fantastisch, dystopisch, kulturell, geschichtlich, gruselig, spannend oder romantisch – ich fühle mich in jedem Genre wohl und erlebe so immer wieder etwas Neues.

In a good book the best is between the lines. (Swedish Proverb)

Angefangen hat damals alles mit „Familie Maulwurf, bitte recht freundlich“. Schon früh habe ich eigenständig gelesen. Jedes Straßenschild, jeder Zettel – alles musste ich ab diesem Tag vorlesen – sehr zum Ärger meiner Familie auf langen Autofahrten :D. Familie Maulwurf war ein Erstleserbuch und irgendwie glaube ich, lässt sich alles darauf zurückführen. Natürlich haben mich Pipp und Co, Momo, Die Unendliche Geschichte, Die fünf Freunde, Lippels Traum, das Sams und viele viele mehr ebenfalls durch meine Kindheit begleitet. Allen voran auch Harry Potter, Der Herr der Ringe und später die Bücher von Diana Gabaldon und Trudi Canavan. Dann kam die Pupertät, neue Freunde, die Scheidung meiner Eltern und andere Schicksalsschläge – ich verlor mich in der Realität und war eine ganze Weile kaum noch zu Gast in der Welt der Bücher.

You know you’ve read a good book when you turn the last page and feel a little as if you have lost a friend. (Paul Sweeny)

Rückblickend finde ich das ausgesprochen schade, dass ich nicht damals schon gerade deshalb an Büchern festgehalten habe, damals schon erkannt habe, wie groß meine Leidenschaft für Bücher wirklich ist. Wie wichtig mir das Lesen, das Austauschen über Bücher, das Schreiben über Bücher einmal werden wird. Vermutlich hätte ich sonst einen anderen beruflichen Weg eingeschlagen, da bin ich mir mittlerweile sehr sicher. Ich hatte in letzter Zeit viele Gründe, darüber nachzudenken und ich wünschte manchmal, ich könnte das noch irgendwie ändern, ich weiß nur noch nicht genau wie.

Später, gegen Ende der Schulzeit und zu Beginn des Studiums fing ich dank Rory Gilmore wieder an zu lesen. Ich habe die Serie geschaut ud war auf einmal wieder wahnsinnig motiviert dazu – ich fing an mich durch eine Rory-Gilmore-Leseliste durchzuarbeiten: Anna Karenina, ein bisher gescheiterter Versuch mit Ulysses und The Illiad, War and Peace, The Road, Bel Canto, The Portable Dorothy Parker, The Group, Dead Souls und viele mehr prägten meine Lesestunden und erweiterten meinen Horizont. Leider kam das Lesen dennoch zu kurz – man musste ja Fachbücher lesen und auf Prüfungen lernen. Doch dann, endlich – kein Lernen mehr, abends heimkommen und einfach lesen – ich spreche von den ersten Monaten nach dem Studium. Und daran hat sich bis heute nichts geändert und dort fing auch die Zeit des Buchbloggens für mich an.

Books are the plane, and the train, and the road. They are the destination, and the journey. They are home. (Anna Quindlen)

Eines weiß ich, ich möchte Bücher und alles was dazugehört, ebenso wie das darüber Bloggen, nie mehr missen. Bücher haben es geschafft, mich zu unterhalten und geben mir gerade in den letzten Wochen viel Kraft und Mut. Und das machen sie immer, in schlechten Phasen, aber auch in guten Phasen sind sie ein treuer Begleiter. Ohne Bücher und ohne meinen Buchblogg hätte ich nicht angefangen, mich für Themen über den Tellerrand hinaus zu interessieren – dank „Die Tochter des Malers“ oder „Madame Picasso“ will ich mehr über Kunst und die Lost Generation wissen. Adriana hat diese Neugierg mit „Paris, du und ich“ erst wieder frisch entfacht. Seit „Während die Welt schlief“ will ich mehr zu diesem nichtenden wollenden Konflikt in Nahost wissen. Das sind nur zwei der neuesten Beispiele. Bücher erweitern meinen Horizont und das Bloggen erweitert meinen Hoirzont auch im realen Leben. Denn sonst hätte ich viele von euch nicht kennengelernt, egal ob real oder virtuell, hätte einige Autoren und Autorinnen nie entdeckt.

When reading, we don’t fall in love with the characters appearance. We fall in love with their words, their thoughts, and their hearts. We fall in love with their souls. (Anonymous)

Dafür bin ich unglaublich dankbar und ich hoffe, Bücher werden weiterhin ein treuer Begleiter sein, mir die Möglichkeit geben zu Lernen, Abenteuer zu erleben, an anderen Orten zu verweilen, ein anderer Mensch zu sein, dem Alltag zu entfliehen und auch etwas über die Welt zu lernen. Und ich hoffe, ihr seit in dieser Welt der Bücher auch dabei und lasst euch verzaubern. 

Keep reading. It’s one of the most marvelous adventures that anyone can have. (Lloyd Alexander)


Und warum hab ich das jetzt überhaupt geschrieben? Weil dies mein Beitrag zu der wundervollen #Buchpassion Aktion von Kapri-Ziös ist. Dazu gibt es übrigens auch heute und morgen einen Lesemarathon auf Twitter – schaut einfach vorbei und lest mit mit dem Hashtag #Buchpassion.