Sherlock Holmes und das Geheimnis der Pyramiden von Franziska Franke (c) KBV

*Werbung: Das Buch wurde mir vom KBV Verlag und Franziska Franke zur Rezension zur Verfügung gestellt. Die Rezension spiegelt dennoch meine ehrliche und eigene Meinung wieder. Headerbild: Sherlock Holmes und das Geheimnis der Pyramiden von Franziska Franke (c) KBV

Ich habe mich weiter auf die Reise mit Sherlock Holmes und seinem Assistenten David Tristram begeben. Das Geheimnis der Pyramiden schließt direkt an die Geschichte „Der Ritter von Malta“ an.

Gemeinsam mit seiner Frau will Tristram Urlaub in Ägypten machen. Da Holmes eine berufliches Interesse an Mumifizierungstechniken der Pharaonenzeit hat, begleitet er seinen Assistenten. Kaum in Alexandria angekommen, bereut Tristram schon, ihn mitgenommen zu haben…

Denn unverhofft erwartet die beiden direkt ein neuer Auftrag. Dieses Mal vom Ausgräber Doktor Jones. Die beiden sollen eine verloren gegangene Landkarte aus dem Besitz des Veteranen Major Wallace wiederbeschaffen. Noch bevor die verschwundene Landkarte wieder auftaucht sind die beiden plötzlich mitten in den Ermittlungen eines Mordfalls. Denn der Assistent des Majors, der die Landkarte verlieh, wird auf dem Weg zu seiner Ausgrabungsstätte ermordet.

Dabei treffen Holmes und Tristan auf allerlei Rätsel und zwielichtige Gestalten. Wie den koptischen Priester Menas, der nebenbei noch „Kunsthandel“ betreibt. Oder den undurchsichtigen Kaufmann, der sich Saladin nennt. Allesamt sind einzigartige, teilweise schrullige und geheimnisvolle Charaktere, die zu einer gelungenen Mischung beitrugen. Vom Holmes aus Franziska Frankes Feder bin ich nach wie vor begeistert. Mittlerweile fällt mir auch kaum noch auf, dass ich ihn nicht ganz so exzentrisch finde, wie das Original, mir fällt gar kaum noch auf, dass ich ja gar nicht das Original lese. Einzig Dr. Watson fehlt natürlich, wobei auch Tristram für mich ein immer gelungenerer Ersatz wird, ich komme mit ihm mittlerweile richtig gut klar.

Das chaotische, wirre und der typische britische Humor mit diesem Hauch Sarkasmus fehlte auch in dieser Geschichte nicht. Die Geschichte selbst wartet wieder mit zahlreichen Personen und Verstrickungen auf, die sich am Ende wie immer auf logische Art und Weise klären. Immer wieder bin ich fasziniert davon, wie Holmes Verstand diese Knoten an Geheimnissen entwirrt.

Vielleicht war es hier und da etwas viel, so dass ich den Faden verlor. Alles in allem hatte ich aber wieder großen Spaß an diesem neuen Abenteuer. Außerdem bin ich von der Szenenbeschreibung von Kairo, den Pyramiden und Alexandria begeistert. Franziska Franke schaffte es, dass ich mich gefühlt habe, als würde ich mit den beiden durch die engen Gassen laufen und gemeinsam Ermittlungen anstellen. Ingesamt sind die historischen Fakten und das Bild der damaligen Zeit einfach vollkommen rund gezeichnet und dargelegt.


Ein weitere spannender Fall rund um Sherlock Holmes und David Tristram. Viele einzigartige Charaktere, viele Geheimnisse – fast zu viel. Mit dem Hauch Sarkasmus und britischen Humor, perfekt recherchierten historischen Fakten und der gelungenen Szenenbeschreibung konnte mich Franziska Franke auch dieses Mal überzeugen.

Infos zum Buch
Autorin: Franziska Franke Erscheinungsjahr: 2015 Verlag: KBV Seiten 340 Format: Taschenbuch Preis: [D] 9,95 €

Autorin:

Franziska Franke wurde in Leipzig geboren. Ihre Schulzeit verbrachte sie in Essen, Schwetzingen und Wiesbaden. Anschließend studierte sie an der Uni von Mainz und Frankfurt Kunstgeschichte, Klassische Archäologie und Kunstpädagogik. Heute wohnt sie gemeinsam mit ihrem Mann in Mainz und ist freiberuflich in der Erwachsenenbildung tätig. Mit ihrem Debüt „Sherlock Holmes und die Büste der Primavera“ erweckst sie den berühmten Meisterdetektiv zum Leben und versucht mit ihren Sherlock-Büchern die Lücke, die es in dessen Lebenslauf nach dem Sturz bei den Reichenbachfällen gibt, zu schließen