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Lucinda Riley

Rezensionen/Reviews

[Rezension] Die Sturmschwester - Lucinda Riley (2)

22. November 2015

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Die Sturmschwester von Lucinda Riley (c) Goldmann Verlag

Autorin: Lucinda Riley
Erscheinungsjahr: 2015
Verlag: Goldmann Verlag
Seiten: 570
Format: Hardcover
Preis: [A] 20,60 € und [D] 19,99 €
Leseprobe
Originaltitel: The Storm Sister
Originalverlag:Macmillan

In Ally d’Aplièse Leben gibt es einen Wendepunkt. Sie strebt dem Höhepunkt ihrer Karriere als Seglerin entgegen und hat die Liebe ihres Lebens gefunden. Mit ihm können alle Wünsche in Erfüllung gehen. Doch das Glück, dass sie gerade genießt, wärt nicht lange, denn plötzlich erhält sie die Nachricht, das ihr geliebter Vater gestorben ist.

Ally kehrt zum Familiensitz am Genfer See zurück, um die Nachricht gemeinsam mit ihren fünf Schwestern zu bewältigen. Alle wurden noch als Babys von Pa Salt adoptiert und wissen nichts über ihre Herkunft. Bei seinem Tod hinterließ Pa Salt jeder der Schwestern einen Hinweis, auch Ally. Durch die Biographie eins norwegischen Komponisten aus dem 19. Jahrhundert, soll sie ihre wahren Wurzeln finden.

Allys Neugier ist entfacht und sie reist nach Norwegen, wo sie von der Welt der Musik ergriffen wird. Hier begreift sie zum ersten Mal in ihrem Leben, wer sie wirklich ist.

Meinung

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Ich habe mich nach dem ersten Band zu „Die sieben Schwestern“ jetzt schon monatelang auf „Die Sturmschwester“ gefreut. Vor kurzem war es dann endlich soweit und das Buch konnte bei mir einziehen. Im Rahmen der Leserunde von LeseBlick habe ich das Buch dann endlich begonnen.

Leider muss ich sagen, das die Vorfreude dann etwas gedämpft wurde. Wie auch beim ersten Band habe ich lange gebraucht um in das Buch zu finden. Hier viel es mir sogar noch etwas schwerer, da ich mit Maia von Beginn an warm war, nur der Schreibstil gewöhnungsbedürftig war. Dieses Mal konnte ich mich aber einen Großteil des Buches über nicht mit Ally identifizieren, ich fühlte mich bei allen Charakteren im Buch nur als dritter Beobachter, nicht als jemand, der richtig miterlebt was gerade passiert. Dadurch blieb ich das gesamte Buch über distanziert.

Vieles ging mir zu schnell, gerade in Sachen Liebe. Früher - im 19. Jahrhundert - ging das vielleicht alles noch schneller und eher kühl und emotionslos vonstatten - aber auch im aktuellen Part zu Ally, der im Jahr 2007 spielt, lief das alles so ab. Das war mir zu unrealistisch und kühl und selbst die Schicksalsschläge von Ally konnten mich nicht richtig packen.

Die Geschichte selbst ist wie der erste Band in die Erzählungen im Jetzt von Ally und einen denen in der Vergangenheit aufgeteilt. Ally folgt den Hinweisen von Pa Salt zu ihren Wurzeln und begibt sich dabei nach Norwegen. Mit Hilfe eines Buches zu einem norwegischen Komponisten taucht sie ein in die Vergangenheit, in der Anna Landvik eine bedeutende Rolle spielt ebenso wie der Komponist Jens Halverson und der berühmte Edvard Grieg. Hier kam ich langsam in das Buch rein und mir hat der Part zu Anna lange Zeit deutlich besser gefallen. Vermutlich weil der eher kühle und teilweise umständliche Schreibstil in diese Zeit einfach besser passte und das ganze somit authentisch machte.

Leider gab es gerade zu Ende von Anna’s Geschichte einige Längen und das Ende war dann sehr abrupt und unverständlich. Wobei ich hier eine sehr starke Vermutung hatte, warum das Geschehene so passiert ist. Allgemein hätte die Geschichte mit einem Erzählsprung weniger und hier und da einer Kürzung mehr Spannung gehabt.

Trotz der Schwächen schaffte es Lucinda mich am Ball zu halten und nach einer Weile auch doch noch einzufangen. Gerade im hinteren Teil des Buchs wurde ich dann noch mit Ally warm, ebenso mit Thom, den sie in Norwegen kennenlernt. Hier kamen dann auch deutlich mehr Emotionen rüber und ich hatte wieder richtig Spaß an der Gesichte. Obwohl ich die wohl zwei wichtigsten Geheimnisse von Allys Geschichte richtig vorhersah, bleibt das Buch dennoch voller Rätsel. Denn die mysteriösen Umstände um Pa Salts Tod und die weiteren Schwester,n insbesondere der noch verschollenen siebten Schwester, werden von Riley immer wieder angedeutet.

Besonders gefallen hat mir zudem die szenische Beschreibung von Riley. Sie hat die malerische und doch raue Landschaft Norwegens einfach zauberhaft beschrieben. Ebenso wie das warme und südländische Griechenland und das regnerische und stürmische England. Ich hatte stets das Gefühl mit vor Ort zu sein und habe so richtig Lust auf Urlaub in Norwegen. Auch die Musik, die das ganze Buch über eine Rolle spielt, hat mich begeistert. Mehrfach ertappte ich mich beim Suchen nach den Liedern aus Grieg’s Komposition Peer Gynt und nach norwegischen Volksliedern. Die Liebe zur Musik hat eine ganz besondere Atmosphäre geschaffen.

Mit dem Ende konnte Riley dann mit allem aufwarten, was ich mir von einem Buch erwünscht - Emotionen, Atmosphäre, Geheimnisse und einen fiesen Cliffhanger. So schafft sie es, dass ich trotz der genannten Schwächen riesig Lust auf den nächsten Band rund um „Die sieben Schwestern“ habe.

„Als die Lichter ausgingen und es still wurde im Saal, dachte ich an alle, die mir da draußen die Daumen hielten. Und an Pa Salt, der mir geschrieben hatte, dass ich meine größte Stärke in Momenten der Schwäche finden würde. Und an Theo, der mich gelehrt hatte, was es bedeutete, einen Menschen wirklich zu lieben.“ (S. 563)

Fazit

„Die Sturmschwester“ hat für mich ihre Schwächen:

  • lange wurde ich nicht mit der Geschichte rund um Ally warm
  • Anna hingegen konnte mich fesseln, war dann aber zu langatmig
  • Insgesamt gab es etwas zu viele Längen im Buch
  • Einiges konnte ich vorhersehen, was mir die Spannung etwas nahm
  • Ich fühlte mich eher als Beobachter, denn als Bestandteil der Geschichte
  • Der Schreibstil war eher kühl und umständlich

„Die Sturmschwester“ hat aber auch positive Seiten:

  • Die szenischen Beschreibungen waren zauberhaft und haben mich in das jeweilige Land versetzt
  • Die Liebe zur Musik und die Geschichte aus der Vergangenheit packten mich lange - es entstand eine ganz eigene Atmosphäre
  • Das Ende war emotional, packend und macht richtig Lust auf mehr
  • Ally und Thom sorgten im hinteren Teil der Geschichte dafür, das ich doch noch gepackt wurde
  • Die Geheimnisse um Pa Salt, Ma und die weiteren Schwestern halten mich noch immer in Bann

3herzen

Weitere Rezensionen aus der Leserunde:

Meine Welt der Bücher

Yunikas Bücherwelt

Sabs Book Paradise

LeseBlick

Tanja’s Bücherblog

Autorin:

Lucinda Riley, in Irland geboren, verbrachte als Kind viel Zeit in Fernost. Sie liebte das Reisen und ist mit diesen Orten ihrer Kindheit immer noch sehr verbunden. Sie hatte bereits eine Karriere als Theater- und Fernsehschauspielerin, konzentriert sich heute jedoch aufs Schreiben. Ihr erster Roman war „Das Orchideenhaus“ und auch ihre weiteren Bücher stürmten wie dieses die internationalen Bestsellerlisten. Mehr über Lucinda Riley gibt es auf ihrer Website und mehr über die Geschichte hier: http://www.thesevensistersseries.com/home/4588035248

Aktionen

[Leserunde] Die Sturmschwester von Lucinda Riley

13. November 2015

Endlich ist es soweit. Monatelang haben wir auf den zweiten Teil der Reihe - Die sieben Schwestern - von Lucinda Riley hingefiebert. Seit dem 9.11. ist Die Sturmschwester nun im Handel. Dann hieß es noch einmal eine Woche, mit dem Buch schon im Regal, abwarten. Aber jetzt endlich startet die Leserunde zu diesem wunderhübschen Buch und zwar bei Andrea von LeseBlick. Dort findet ihr auch die Leseabschnitte und könnt Bescheid geben, wenn ihr gerne noch mit einsteigen wollt. So fand ich übrigens das erste Buch - auf zur Rezension.

Außerdem mit dabei sind:

Janine (Janines Bücherwelt)
Rezensionen/Reviews

[Rezension] Die Sieben Schwestern - Lucinda Riley

3. Mai 2015

Die sieben Schwestern von Lucinda Riley (c) Goldmann

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Autorin: Lucinda Riley

Verlag: Goldmann

Erscheinungsjahr: 2015

Seiten: 537

Format: Hardcover

Originaltitel: The Seven Sisters 1

Originalverlag: Pan Book

Preis: [D] 19,99 €, [A] 20,60 €, [CH] 26,90 €

Maia d’Aplièse ist mit ihren fünf Schwestern auf dem herrschaftlichen Anwesen „Atlantis“ am Genfer See aufgewachsen. Alle sechs wurden von Pa Salt, ihrem geliebten Vater, adoptiert, als sie noch Babys waren. Er benannte sie nach den Plejaden, dem Siebengestirn der sieben Schwestern. Die Schwestern wissen nichts über ihre wahren Wurzeln. Eines Tages verstirbt Pa Salt überraschend und hinterlässt den sechs jeder einen Brief und ein kleines Rätsel. Diese sollen sie in ihre Vergangenheit führen. Im Buch eins der Reihe begleiten wir Maia auf ihrer Suche.

Meinung

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Schreibstil

Das Buch ist in der Ich-Perspektive geschrieben, was mich ja immer sehr freut, da ich so in der Regel schneller und einfacher mit den Protagonisten warm werden. Der Schreibstil war allerdings auch etwas kühl und steif, es fehlten, außer in den Briefen, etwas die Emotionen. Dadurch viel es mir doch schwer. Dennoch fand ich den Schreibstil schön, es war mal etwas anders eine solche Geschichte ohne das typische Geschnulze zu lesen. Ich musste mich nur erst einmal daran gewöhnen.

Charaktere und Geschichte

Maia und ihre fünf Schwestern erhalten von ihrem verstorbenen Adoptivvater Pa Salt jeder einen Umschlag und ein kleines Rätsel. Die Spuren sollen sie in ihre eigene Vergangenheit frühen. Denn keine der sechs weiß, wo ihre wahren Wurzeln liegen. In diesem ersten Band begleiten wir Maia bei ihrer Suche, die sie nach Rio de Janeiro führt. Hier stößt sie auf die Spuren von Izabela Bonifacio, eine schöne, junge Frau aus den besten Kreisen der Stadt. Sie hat dort in den 20er Jahren gelebt. Maia taucht in eine spannende und faszinierende Lebensgeschichte ein und fängt langsam an zu begreifen, wer sie wirklich ist und was sie mit ihrer Zukunft anfangen sollte.

Maia, Izabela, Florian und Maias Schwestern, ebenso wie Pa Salt, sind alle wunderbare Charaktere. Lucinda Riley hat sie vielschichtig, facettenreich aber auch geheimnisvoll gezeichnet.

Maia gilt als die Schöne, dennoch hat sie sich noch nicht in die Welt getraut und versteckt sich hintern den Mauern von Atlantis. Pat Salt zeigt in seinem Brief, wie gut er seine Tochter kennt.

„Lass dich nie von der Angst leiten! Eine treffendere Beschreibung meiner Persönlichkeit hätte ich mir kaum vorstellenkönnen“. (S. 75)

Es ranken sich viele Fragen und Rätsel um Pa Salt. Warum hat der die sechs adoptiert, warum sind sie nach den Plejaden benannt, warum hat er nie etwas erzählt und ganz wichtig, wo ist Schwester Nummer sieben? All diese Fragen bleiben in Teil eins erst einmal ungeklärt und vermutlich wird es insgesamt auch bis zum letzten Satz des letzen Buches dauern, bis wir alles erfahren. Es wird also spannend bleiben.

Die sieben Schwestern, Buchseite, Lucinda Riley (c) Goldmann

Mir haben die verschiedenen Erzählsprünge der Geschichte gut gefallen. Sie machten das Buch abwechslungsreich und spannend. Zunächst starten wir mit der Geschichte um die Schwestern und den Zeitpunkt, als ihr Vater starb. Dort lernen wir ganz kurz jede einmal kennen. Danach verlagert sich die Geschichte auf Maia, die nach ihren Wurzeln sucht und nach Rio fliegt. Dort begleiten wir sie auf der Suche, wo sie an Briefe von Izabela gelangt, die vermutlich entfernt mit ihr verwandt war. Die Briefe entführen uns in Izabelas leben in den 20er Jahren, zunächst in Rio, dann in Paris, dann wieder in Rio. Allerdings war dieser Teil der Geschichte gerade in den Anfängen etwas schleppend. Später ging es dann aber wieder spannend und interessant weiter.

„Sei versichert, dass ich jeden Tag beim Aufwachen an Dich denken und für Dich beten und Dich immer aus ganzem Herzen lieben werde.“ (S. 437)

Besonders überzeugen konnte mich Lucinda Riley mit den sehr genau recherchierten, historischen Fakten, beispielsweise zur Entstehung des Cristo. Die Details waren sehr gut recherchiert und ich habe Lust bekommen, mehr darüber zu erfahren und in die Mythen rund um die sieben Schwestern einzutauchen. Auch die Szenenbeschreibungen, besonders die in Rio, haben mich begeistert. Ich fühlte mich, als wäre ich direkt vor Ort. Das Ende von Maias-Geschichte war rund und alle Fäden zu diesem Teil der Geschichte liefen zusammen. Das wirkliche Ende zeigte aber schon einen kurzen Einblick zur nächsten Schwester, und ist offen mit einem fiesen Cliffhanger. Ich weiß gar nicht, wie ich jetzt monatelang auf das nächste Buch warten kann.

„Liebe kennt keine Entfernung.
Sie kennt keinen Kontinent.
Ihr Blick gilt den Sternen.“ (S. 531)

Fazit

Lucinda Riley hat mit diesem Buch einen gelungenen Reihenauftakt hingelegt. Die Charaktere waren stark und facettenreich. Die Geschichte ist spannend, mit vielen Rätseln und Fragen, die auftauchten. Besonders fasziniert haben mich die Szenenbeschreibungen und die genauen historischen Fakten, die in diesem Buch verarbeitet sind. Ein Herz muss ich allerdings wegen den für mich anfangs zu kühlen Schreibstil und der etwas langatmigen Stelle zu Beginn von Izabelas Geschichte abziehen

4herzen

Autorin:

Lucinda Riley, in Irland geboren, verbrachte als Kind viel Zeit in Fernost. Sie liebte das Reisen und ist mit diesen Orten ihrer Kindheit immer noch sehr verbunden. Sie hatte bereits eine Karriere als Theater- und Fernsehschauspielerin, konzentriert sich heute jedoch aufs Schreiben. Ihr erster Roman war „Das Orchideenhaus“ und auch ihre weiteren Bücher stürmten wie dieses die internationalen Bestsellerlisten. Mehr über Lucinda Riley gibt es auf ihrer Website und mehr über die Geschichte hier: http://www.thesevensistersseries.com/home/4588035248

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