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Darf ich bitten

Interviews

Darf ich bitten: Jasmin De

27. Januar 2015

darf-ich-bittenHuhu ihr Lieben. Ja, eigentlich ist es um die Aktion recht still geworden, weil das Ende auch für Ende Dezember geplant war. Ich habe aber noch mal ein Interview für euch, mit der lieben Jasmin De. Danach wird es natürlich auch weiterhin Interviews geben, die laufen dann einfach unter Interviews, statt unter der Aktion :). Also hier nun zu meinem vorerst letzten Interview im Rahmen von Darf ich bitten. Viel Spaß dabei!

Jasmin De im Interview

Eigentlich stell ich ja hier immer die Autoren vor, aber Jasmin macht das ja auch direkt in der ersten Frage selbst :). 1994 wurde sie im Ruhrpott geboren und liebt das Malen und Schreiben, seit sie einen Stift halten kann. Rache wird kalt serviert ist ihr Debüt und zeigt, dass wirklich vile Potenzial in ihr steckt und ich bin gespannt auf weitere Bücher. Eine Website hat sie auch, dafür einfach hier entlang.

Hallo Jasmin. Vielen Dank, dass du bei „Darf ich bitten“ mitmachst. Erzähl doch erst mal etwas über dich. Wer bist du, wo lebst du und was sind deine Hobbies?

Hallo! Vielen Dank, dass ich mitmachen darf, das freut mich sehr :).

Ich heiße Jasmin De, bin zwar 20 Jahre alt, aber im Herzen immer fünf und lebe zusammen mit meinem Kater irgendwo im Nirgendwo in der Nähe von Dortmund.

Zurzeit gehe ich noch zur Schule und schon bald werde ich die Uni unsicher machen *lach*. Meine Hobbys sind ganz klar das Lesen und Schreiben (schwer zu erraten, ich weiß 😉 ), reiten, wandern, tauchen und meine Freunde in den Wahnsinn zu treiben.

Was war das erste Buch, das du selbst gelesen hast?

Uh, schwere Frage! Das weiß ich gar nicht mehr so genau, denn ich habe schon immer gerne und viel gelesen. Aber an mein erstes, selbst gekauftes Buch erinnere ich mich noch: Ich sah ein Pferd, so weiß wie eine Wolke.

Was machst du neben dem Schreiben?

Nebenbei bin ich Bücherbloggerin: DasLesesofa.Blogspot.de

Was ist für dich der perfekte Tag?

Ein Tag ohne Explosionen, Wahnsinn oder Probleme. Bei mir ist immer was los. Entweder der Irrsinn in der Schule, die Stimmen in meinem Kopf treiben mich in den Wahnsinn, oder mein Kater macht radau.

Ein perfekter Tag wäre für mich irgendwo in der Natur zu sitzen, mit einer Tasse Tee in der einen Hand und ein gutes Buch in der anderen.

Wie und wo schreibst du am liebsten?

Am liebsten schreibe ich im Zug auf meinem Handy. Dort bin ich alleine und von nichts umgeben, was mich ablenken könnte. So kann ich mich in die Geschichte hineinfallen lassen, besonders, wenn ich dabei passende Musik zu den Szenen höre.

Hast du bestimmte Rituale beim Schreiben?

Nicht direkt – ich mag es, wenn neben mir eine gut duftende Kerze brennt, aber ein wirkliches Ritual habe ich nicht.

Was war zu erst da, die Grundidee zu Rache wird kalt serviert oder eher ein Charakter, der dann zur Geschichte führte?

Die Protagonistin Luna, eindeutig! Eines Tages, mitten aus dem Nichts, platzte sie einfach in meinem Kopf und beschloss, dass ich alles liegen und stehen lassen soll, um ihre Geschichte zu schreiben.

Erst hatte ich darüber nur gelacht, aber dann ließ sie eine Art Film in meinem Kopf platzen, wo sie im Schatten von Schiffscontainer steht, mit einer Waffe in der Hand und einem wissendem und spöttischem Grinsen auf den Lippen. Seit dem Augenblick an hat Luna mich gefesselt und daraus entstand Rache wird kalt serviert.

Haben deine Portagonisten quasi Vorbilder in der realen Welt oder sind sie komplett frei erfunden?

Alle meine Figuren sind frei erfunden. Viele Leser fragen mich, ob gewisse Personen den Figuren optisch ähneln, aber es sind oft nur gewisse Details.

Wie kamst du auf die Idee, ein so schweres und auch ernstes Thema wie die Bipolare Störung mit einzubauen? Kommt sie aus dem realen Leben?

Rache wird kalt serviert von Jasmin De

Rache wird kalt serviert beinhaltet nichts aus meinem Leben. Weder trinke, töte, noch laufe ich auf High Heels (dann würde ich mir sofort das Genick brechen). Alles ist frei erfunden und oftmals nur das Abbild von möglichen Empfindungen, aber genau weiß es nicht (wie oft töten man schon einen Menschen und dann auch noch so kaltblütig?).

In meinem Bekanntenkreis gibt es niemanden mit einer Bipolaren Störung und zu Beginn der Geschichte kannte ich diese Art von Störung noch nicht einmal. Nachdem Luna sich mir zum ersten Mal gezeigt hatte, ließ sie mich nicht mehr los. Manchmal fing sie einfach an zu sprechen, schreien oder diskutieren, ohne Rücksicht darauf zu nehmen, ob ich gerade beschäftigt war oder wollte. Ihr Zeitgefühl war mehr als schrecklich – am meisten in den unpassendsten Momenten verlangte Luna meine Aufmerksamkeit. Nachdem sie mir einige Happen in Form von Gesprächen, Bildern oder Videos gegeben hatte, wurde ich immer neugieriger. Wer war sie? Wieso tat sie das? Gab es einen triftigen Grund? Wie hatte sie sich wohl dabei gefühlt? Welche Auswirkungen hatte das auf ihr Leben? Je mehr ich mich das Fragte, desto mehr wurde mir klar, dass ein so traumatisches Erlebnis niemanden einfach kalt lässt und Narben auf der Seele hinterlassen würde – besonders bei Luna.

Mein Wunsch ist es, Psychologie zu studieren und weil ich Herausforderungen liebe, machte ich Vergleiche mit möglichen Folgeproblemen und der Art und Weise, wie Luna sich verhielt. So kam ich auf die Bipolare Störung, ohne es wirklich gewollt zu haben :).

Wo und wie lange musstest du zu diesem Thema recherchieren, um Luna so authentisch wirken zu lassen?

Dank dem Internet nicht sehr lange. Dort lernte ich diese Störung kennen und ließ es erst einmal sacken. Es folgte ein Akzeptieren und Verstehen dieser „Krankheit“ und als ich breit war, nahm mich Luna mit und zeigte mir Stück für Stück ihre ganze Welt. Dieser Prozess dauerte über das ganze Buch hinweg an und selbst heute noch.

Gerade schreibe ich an dem zweiten Teil.

Das Wissen um Waffen und allem was dazugehört ist ja auch sehr ausgeprägt in deinem Buch. Wo hast du all diese Infos bekommen?

Auch hier sei dem Internet dank 😉 Bis auf Plastikpistolen von meinem Bruder hatte ich noch nie eine Waffe in der Hand. Luna zeigte mir ihr Baby, eine Sig Sauer und ich begann, darüber zu recherchieren, ebenso wie über die anderen Waffen. Jedes Modell, jede Art, hat einen anderen Verwendungszweck und wenn die Situation zum Beispiel eine brauchte, um ein Ziel aus weiter Entfernung zu treffen, reichte die Sig Sauer nicht aus. Es hat viel Spaß gemacht, über die Waffen nachzuforschen, denn sie sind ein Teil von Luna und somit konnte ich sie immer mehr verstehen.

Ich hoffe nur, dass ich durch die Suche nicht auf dem Schirm der Polizei oder NSA bin :s

Beeinflussen dich persönliche Erfahrungen oder Situationen beim Schreiben?

Ja. Wenn ich einen schlechten Tag hatte, färbt es sich auf den „Klang“ des Textes ab, den ich in der Zeit schreibe. Umgekehrt ist es ebenso. Wenn ich mal nicht weiß, wie ich eine Szene oder Gefühle von einer Figur beschreiben soll, blockiert mich das auch, was sich im „echten“ Leben bemerkbar macht.

Natürlich beeinflussen mich ebenso positive Gefühle oder Situationen.

Wie hat es sich angefühlt, dein Buch das erste Mal in den Händen zu halten?

*lach* Das erste Mal, als ich mein Buch in den Händen hielt, war es nicht mein Exemplar, sondern das einer Freundin, welches ich signieren sollte. Amazon war schneller als die Druckerei gewesen und ich erhielt meins erst am nächsten Tag. Das war ganz lustig, aber geplatzt vor Freude bin ich trotzdem (hatte erstmal einen Freudentanz gemacht) und stolz war ich ebenso. Doch so richtig glauben kann ich es bis heute noch nicht ganz, egal, wie viele Bücher ich von mir schon in den Händen hielt. Es scheint so surreal zu sein, wenn ein langer Traum sich nach so vielen Stolpersteinen erfüllt :).

Kannst du dir vorstellen auch mit Verlagen zu Arbeiten oder bleibst du lieber beim Selfpublishing?

Damals, als ich mit 15 meinen ersten Roman geschrieben hatte, der niemals veröffentlicht wurde, hatte ich ihn bei dutzenden Verlagen eingereicht und eine Absage nach der Nächsten erhalten. Damals wäre ich gerne in einem Verlag untergekommen, heute will ich das nicht mehr, denn beim Selfpublishing kann ich mit eigenen Augen direkt mitverfolgen, wie mein Baby entsteht und die ersten Schritte geht. Ich bin glücklich, selber meine Entscheidungen zu treffen, auch wenn es viele Aufgaben sind und eine Menge auf der Strecke bleibt.

Gibt es bereits ein neues Projekt? Und wenn ja, willst du uns noch kurz etwas darüber erzählen?

An neuen Ideen mangelt es bei mir überhaupt nicht – viel mehr fehlt mir die Zeit dazu!

Trotzdem und auch, wenn Rache wird kalt serviert eigentlich als ein abgeschlossener Roman gedacht war, habe ich mich dazu entschieden (oder wurde viel mehr von Luna und den Lesern gezwungen), einen zweiten Teil zu schreiben.

Es sind einige Jahre vergangen und Luna hat ihr Leben, soweit es geht, im Griff. Haus, Job, Sohn und Ehemann – ein geregeltes und halbwegs normales Leben. Doch das Leben macht ihr einen gewaltigen Strich durch die Rechnung und die Vergangenheit schlägt mit voller Wucht zu. Plötzlich ist das Leben ihrer Familie in Gefahr und Leo kommt zurück, doch er ist nicht mehr der, der er einmal war.

Nach dem zweiten Teil von Rache wird kalt serviert wird ein Fantasyroman folgen, denn es so noch nie gab und dann eine knallharte, grausame und realistische Cowboy Geschichte.

Alle News zu den Geschichten oder Terminen gibt es unter Jasmin-De.Blogspot.de oder auf meiner Facebook Seite.

Ob sich etwas dazwischen schleicht bleibt offen, denn das Leben verbirgt viele Überraschungen 😉

Vielen Dank, dass ich dabei sein durfte! Eure Jasmin <3

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Vielen Dank, dass du dabei warst. Wirklich tolle Antworten, mir hat es viel Spaß gemacht.

Wollt ihr noch mehr Interviews lesen. Dann klickt einfach mal zur Übersichtsseite von Darf ich bitten.

Interviews

Darf ich bitten - Elvira Zeißler

27. November 2014

darf-ich-bittenHallo ihr Lieben,

heute geht es weiter mit Darf ich bitten. Die liebe Anika war fleißig und hat für uns zusammengefasst, dass bereits 39 Interviews online gegangen sind. In meinem Beitrag die ersten Termine findet ihr nun alle bisherigen Interviews von mir und von den anderen. Nun geht es aber direkt los.

Elvira Zeißler im Interview

10593062_536658803129926_4306148069064111182_nElvira wurde 1980 geboren und studierte nach dem Abitur BWL an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster und an der Copenhagen Business School. Derzeit wohnt sie zusammen mit ihrer Familie in der Nähe von Köln und arbeitet im Personalbereich eines mittelständischen Unternehmens. Geschrieben hat sie schon in ihrer Kindheit. Damals waren es vor allem Gedichte und Kurzgeschichten. Mit 17 Jahren kam ihr dann die Idee zu ihrem Debüt „Dunkles Feuer“ und seither ist sie vom Schreibfieber gepackt. Aus ihrer Feder stammen überwiegend Fantasy und Mystery Romance Bücher für Jugendliche und Erwachsene. Ich selbst habe bisher den ersten Teil der Saga der Drachenrüstung gelesen, wie es mir gefallen hat, könnt ihr in der Rezension dazu lesen.

Hallo Elvira, erzähl doch erst mal etwas über dich. Wer bist du, wo lebst du und was sind deine Hobbies?

Hallo Franzi, aber gerne doch. Ich bin 34 Jahre alt, studierte BWLerin, verheiratet und Mutter von zwei ganz süßen kleinen Mädchen. Mit meiner Familie lebe ich im malerischen Bergischen Land in der Nähe von Köln. Seit über 15 Jahren schreibe ich Fantasy, Mystery und Romance für Jugendliche und Erwachsene und bin gerade dabei, dieses wunderschöne Hobby zu meinem Beruf aufzubauen. Zum Thema Hobbies kann ich als Mutter von zwei Kleinkindern so gut wie gar nichts mehr hinzufügen. Früher habe ich viel gelesen und ein bisschen geschrieben, nun ist es wohl andersherum 😉

Was war das erste Buch, das du selbst gelesen hast?

Daran kann ich mich, ehrlich gesagt, nicht mehr erinnern. Ich weiß nur, dass ich mich nicht lange mit Kinderbüchern aufgehalten habe. Mit etwa 8 Jahren habe ich mich mit Freude auf alles gestürzt, was die Bücherwand meiner Eltern so hergab 😉

Was machst du neben dem Schreiben?

Ich widme mich meiner Familie, mache den Haushalt und versuche ab und zu ein paar Seiten zu lesen 😉

Was ist für dich der perfekte Tag?

Eine Nacht durchschlafen, am Morgen ohne Gequengel die Große in den Kindergarten bringen, mit der Kleinen spielen, sie mittags zum Einschlafen bringen, die Zeit nutzen um ein-zwei Stunden durchzuschreiben, mit der Kleinen spielen … Und Abends mal zwei Stunden Ruhe zu haben, die ich mit meinem Mann genießen kann 😉

Was liest du selbst gerne?

Ich lese sehr gerne Fantasy (mit oder ohne Romance-Anteil), Historische Romane, ein wenig SciFi und Klassik.

Wie kamst du zum Schreiben?

Ich war 17, habe unglaublich viel gelesen und war irgendwie von vielen Büchern recht enttäuscht. Also beschloss ich, selbst einen Roman zu schreiben, den ich gerne lesen würde. Fast acht Jahre später war „Dunkles Feuer“ endlich fertig. Und mich hatte das „Schreibfieber“ gepackt, so dass ich mit dem Schreiben nicht mehr aufhören konnte und direkt mit „Feenkind“ weitergemacht habe.

Wer oder was inspiriert dich?

Die meisten Ideen entspringen einfach meiner Fantasie, ohne dass es einen bestimmten Auslöser dafür gibt. Prinzipiell finde ich aber die Natur - Wolken, Berge, Wasserfälle - sehr inspirierend und versuche so etwas immer wieder in meine Bücher einzubauen.

Wie und wo schreibst du am liebsten?

Das ist mir relativ egal. Ob in meinem Schreibzimmer, auf der Terrasse, im Wohnzimmer oder mit einem Block im Urlaub - ich brauche einfach nur etwas Ruhe. Im Augenblick schreibe ich dann, wenn meine Tochter schläft.

Wie kam es zur Idee der Drachenzahndolchbücher?

Nach „Feenkind“ wollte ich wieder sehr gern ein Fantasy-Abenteuer schreiben. Ich wollte es in einer erfunden Welt spielen lassen, gleichzeitig sollte es aber anders werden als die „Feenkind“-Reihe. Also hatte ich die Idee, einen „modernen“ Jungen in eine Fantasy-Welt zu schicken. Außerdem fand ich Drachen schon immer faszinierend. Der Rest ergab sich irgendwie von selbst 😉

Wie entstanden deine zwei Welten in der Saga der Drachenrüstung?

Die fremde Welt hat sich mit der Geschichte nach und nach entwickelt. Ich habe, als das Buch eigentlich schon fertig war, noch ein paar Szenen nachträglich eingebaut, um die Welt noch greifbarer und schlüssiger zu machen. Und ich fand es irgendwie witzig, sie aus der Sicht eines Jugendlichen zu beschreiben, der meint, aus Filmen und Computerspielen schon alles über Fantasy-Welten zu wissen 😉

Sind deine Protagonisten alle vollkommen frei erfunden oder nimmst du reale Personen als Vorbilder?

Die Figuren in meinen Büchern sind zu 90% frei erfunden. Ab und zu gibt es schon für das eine oder andere Charakter- oder Gesichtsmerkmal ein reales Vorbild, aber ich versuche die Ähnlichkeiten so gering wie möglich zu halten.

Wie hat es sich angefühlt, als du dein erstes eigenes Buch in der Hand halten konntest?

Ich kann mich noch genau an den Tag erinnern, als ich die Druckvorstufe zu „Dunkles Feuer“ bekam. Ich habe den ganzen Tag wie auf Wolken geschwebt und gedacht: „Wow! Das ist tatsächlich mein Buch! Da steht mein Name drauf!“ Das Gefühl war echt unbeschreiblich.

Hast du bereits ein neues Projekt und wenn ja, kannst du uns etwas darüber erzählen?

Ich habe ein neues Projekt, das ich im Januar beginnen werde. Es wird in Richtung leichtere Romantic Fantasy gehen, da ich mal wieder ein neues Subgenre für mich ausprobieren möchte. Und ich bin schon selbst sehr gespannt, wie es wird und wie es meinen Lesern gefällt.


Buchvorstellung

Da ist zum einen die Saga der Drachenrüstung mit Drachenzahndolch als Teil eins, Die Rückkehr der Drachen als Teil zwei und Der Schwur des Drachen als Teil drei.

Ebenso schrieb sie die Feekindbücher - Die See des Abschieds und Im Reich der Feen.

Außerdem gibt es noch die Romantic Mystery Bücher Herzensglut, Salomons Fluch, Erwachen und Seelenband sowie das Kinderbuch Miris märchenhafte Abenteuer und ihre lyrischen Werke Lebenszeichen eins und zwei. Näheres über Elvira und Ihre Werke erfahrt ihr auf ihrer Website.

Interviews

Darf ich bitten - Horus W. Odenthal

18. Oktober 2014

darf-ich-bittenHuhu meine Lieben. Heute mach ich weiter mit dem zweiten Interview unseres zweiten Teils von „Darf ich bitten“. Ich durfte Horus W. Odenthal mit meinen Fragen löchern und freue mich, euch seine tollen und ausführlichen Antworten vorstellen zu können. Wer noch Lust hat bei den anderen zu stöbern, kann einfach mal bei der Zwischenbilanz vorbei schauen, dort sind noch mal alle Interviews von Teil eins aufgeführt. Und hier gehts noch mal zu Anja Bagus, dass erste Interview von Teil zwei, ebenfalls bei mir.

Horus W. Odenthal im Interview

Wie ich schon bei der Rezension zu Ninragon geschrieben habe, ist es am besten, wenn ihr einfach mal auf seiner Website vorbeischaut und dort seine Biografie lest. Also starte ich direkt mit dem Interview:

Horus W. Odenthal von http://horus-w-odenthal.de/

Horus W. Odenthal von http://horus-w-odenthal.de/

Hallo Horus, vielen Dank, dass du bei Darf ich bitten dabei bist. Erzähl doch erst mal etwas über dich. Wer bist du, wo lebst du und was sind deine Hobbies?

Ich bin ein Mensch, der sich schon immer für kreative Tätigkeiten, für verschiedene Ausdrucksformen und Medien interessiert hat, Bücher, Musik, Filme usw. Das hat dazu geführt, dass ich irgendwann Comics als mein Medium entdeckt habe. Hier konnte ich meine Leidenschaft für’s Geschichtenerzählen, den Umgang mit Sprache und das Zeichnen miteinander vereinen. Das habe ich ziemlich lange Zeit gemacht und war dabei in unterschiedlichen Genres tätig, meist als Autor und Zeichner in Personalunion, manchmal mit anderen Leuten als Schreibern. Dabei ist unter anderem auch der Keim für das Ninragon-Universum entstanden, ein Urban-Fantasy-Comic der in den USA „Shadow Reigns“ in Deutschland „Schattenreich“ hieß. Zu ihm kehre ich gerade wieder zurück, d.h. ich schreibe gerade eine Romanversion dazu. Die Grundidee ist dabei erhalten geblieben, aber große Teile der Handlung haben sich über die Jahre und mit dem anderen Material, das ich zu „Ninragon“ geschrieben habe verändert. Einige der Hauptfiguren aus „Ninragon“ haben hier ihren Ursprung.

Irgendwie hat sich dadurch, dass ich diesen Kim für die Geschichte jetzt ins Ninragon-Universum integriere, für mich ein Kreis geschlossen.

Ich lebe heute mit meiner Frau und zwei Zwillingstöchtern im äußersten Randgebiet dessen, was man noch als Rheinland bezeichnen kann, an der Grenze zur Eifel mitten im Grünen.

Neben dem Rheinland ist der Südwesten der USA die Heimat meines Herzens. Ich habe Freunde dort und wir waren sehr oft da und werden das auch in Zukunft wieder aufnehmen. In der letzten Zeit war der Aufbau meiner schriftstellerischen Tätigkeit mein Hauptanliegen, die Orientierung in diesem neuen Bereich. Aber ich bin froh, hier jetzt meinen Weg gefunden zu haben. Meine Zeit teile ich daher zwischen dem Leben mit meiner Familie und der Produktion von möglichst vielen neuen Geschichten aus dem Ninragon-Universum auf.

Meine Hobbies sind neben diesen beiden Lebensbereichen, die viel meiner Zeit in Anspruch nehmen, alles, was den Geschichtenerzähler in mir inspiriert, das Lesen, Filme, Serien, Bilder, das Leben in all seinen wunderbaren Erscheinungsformen. Außerdem mache ich seit neuestem wieder Musik. Musik war immer wichtig für mich, aber ich habe erst über meine Lesungen wieder entdeckt, wie gerne ich wieder singen möchte.

Ich habe nämlich dort, zwischen Texten aus den Romanen immer wieder selbstgeschriebene Liedfetzen vorgetragen, die an die Geschichten anknüpfen und so etwas wie Themen zu bestimmten Szenen, Situationen, Personen und Aspekten der Geschichte darstellen.

Ach ja, und ein gutes Bier weiß ich auch zu schätzen. Keine Massenbiere sondern wirklich qualitativ gute Biere, die oft aus kleinen Brauereien kommen. Da habe ich das Glück, dass es direkt im nächsten Ort einen Hobby-Kneipier gibt, der sein eigenes Bier braut und dabei immer wieder experimentiert. Seines ist mittlerweile mein Lieblingsbier geworden.

Was war das erste Buch, das du selbst gelesen hast?

Ich vermute, es war „Der Schatz im Silbersee“. Zumindest ist es das erste, an das ich mich bewusst erinnere. Das hat dann auch schon bei mir den Keim dafür gelegt, dass ich Geschichten erzählen wollte, die andere Menschen erreichen und sie fesseln.

Was machst du neben dem Schreiben?

Das meiste habe ich oben schon angedeutet. Ich verbringe Zeit mit meinen Mädels, dem großen und den beiden kleinen, lese, interessiere mich für Filme, mache Musik und trinke zwischendurch gerne ein Bier.

Was liest du selbst gerne?

Es hat sich in der letzten Zeit so entwickelt, dass ich bevorzugt in den Genres lese, in denen ich auch schreibe. Vorher habe ich quer durch die Literatur gelesen. Ich mochte eine Zeit Thomas Mann und Alfred Döblin sehr gerne. Inzwischen ist es viel Fantasy. Es ist immer ungerecht und einseitig verzerrend, nur einige Schriftsteller aus dem Spektrum dessen, was man liest herauszupicken. Wenn ich welche nennen sollte, dann fallen mir gerade jetzt in diesem Bereich Richard Morgan, Joe Abercrombie, R. Scott Bakker, Glen Cook und Steven Erikson ein – aber da sind natürlich noch viele andere mehr. Ich habe noch vor Kurzem eigentlich mehr aus dem Science-Fiction-Bereich gelesen und ich mag noch immer ziemlich viel aus diesem Genre, würde auch gerne wieder mehr darin lesen. Dort mag ich Leute wie William Gibson, Iain Banks, Lois McMaster Bujold, Frank Herbert – Dune, klar –, Dan Simmons. Ich stehe sehr auf die Romane von Leigh Brackett. Die gehören eher zu den klassischen Weltraum-Abenteuern und haben oft einen gehörigen Schuss Fantasy. Wobei ich ja SF – Ketzermodus an – ohnehin eher als Fantasy mit Maschinen und einem (vorrangig) technisch-naturwissenschaftlichen Weltbild sehe. Aber ich mag zum Beispiel auch Clive Barker und Stephen King, bei letzterem am meisten seine Art zu Erzählen und seine Attitude. Viele seiner Bücher sind mir allerdings inzwischen zu gedehnt; vielleicht habe ich aber auch mittlerweile nicht mehr so viel Geduld.

Außerdem liebe ich die Bücher von Elmore Leonard, den die meisten von den Verfilmungen seiner Krimis wie „Schnappt Shorty“. „Out of Sight“ und anderen kennen. Die Serie „Justified“ wurde außerdem nach seinen Geschichten gedreht. Ich glaube aber fast, dass ich seine Western, mit denen er begann, den Vorzug gebe. Leonard ist ein Meister, der alle Tricks des Handwerks virtuos beherrscht. Weil er aber so unterhaltsam ist, bemerken das die meisten nicht.

Wie kamst du zum Schreiben?

Irgendwann kam für mich bei den Comics der Punkt, wo ich den Eindruck hatte, vor einer Wand zu stehen. Merkwürdiger-, oder auch nicht merkwürdigerweise – taucht genau dieses Bild als Metapher in meinem letzten Comic „Post Mortem Blues“ auf, der ein großes Rätsel nach der Art eines David-Lynch-Films ist. Die Geschichten, die ich in diesem Medium praktisch erzählen konnte, reichten mir nicht mehr aus. Praktisch heißt in diesem Zusammenhang in Anbetracht eines vernünftigen Zeitaufwandes und dessen, was in der Verlagswelt überhaupt zu platzieren war. Das heißt, für die Stories, die ich eigentlich erzählen wollte, hätte ich, rein für’s Zeichnen viel zu viel Zeit gebraucht und niemand hätte so etwas veröffentlichen wollen, weil es nicht gängigen Trends und Formaten entsprach. Außerdem ist man beim Comic – zumindest war das bei mir so – so viel länger mit dem Ausführen, mit dem Zeichnen beschäftigt als mit dem eigentlichen Geschichtenerzählen, dem Schreiben und Skizzieren. Und in der Zwischenzeit flüsterte mir mein kreativer Tinnitus unzählige neue Geschichten ein.

Ich hatte in den USA und in Deutschland veröffentlich und für meine Comics Preise bekommen, mein Comic über Schiller (der übrigens demnächst wieder veröffentlicht wird, nachdem er lange Zeit vergriffen war) hatte nicht zuletzt durch die unkonventionelle Art, so ein Thema anzugehen, einiges Aufsehen in den Medien erregt, und trotzdem war ich mit meiner Arbeit – man kann es nicht anders sagen – in einer Krise. Ich wusste nicht wohin und die alten Wege wollte ich nicht mehr gehen, sie ödeten mich zusehends an. Ich wollte etwas Neues. Ich wollte vorwärts.

In dieser Situation fragte mich meine Frau: „Warum schreibst du nicht einfach mal ein Buch?“

Eigentlich lag es auf der Hand: Ich hatte immer Bücher geliebt und das Schreiben war der befriedigendste Teil des Comic-Prozesses.

Es war zwar eine Lösung, aber einfach war es nicht.

Der leichte Teil war, dass ich mich hinsetzte und anfing, das letzte Projekt, mit dem ich mich herumgetragen hatte, statt als Comic anzugehen, jetzt als Roman zu schreiben – und dass ich dabei nach kurzer Zeit wusste: Das ist es. Ich war süchtig nach Schreiben geworden.

Nicht so leicht war es dagegen, in diesem neuen Medium meinen Standpunkt zu finden. Sowohl den kreativen als auch den unternehmerischen.

Nach den Comics musste ich mich erst einmal von einer ganzen Masse von Ballast befreien um einen Weg zu finden, wie ich Geschichten erzählen wollte und wie die beschaffen sein mussten. Das heißt, ich habe eine Zeit erst einmal für mich geschrieben, habe mich dabei freigeschrieben, und danach war ich dann so weit, dass ich auch mit Hinblick auf die Leser schreiben konnte.

Es war dann merkwürdig, als ich dann bei Stephen King las, dass er genau diese zwei Phasen auch beim Schrieben eines jeden Buches durchmacht.

Bei mir war es erstmal eine Phase, um mich vom alten Medium zu verabschieden und das Neue auszutesten. Einiges davon, was ich damals geschrieben habe, gehört meiner Meinung noch immer zu meinem Besten.

Ich denke, jeder Schriftsteller kennt diese Phasen des Sich-frei-Schreibens. Sie kommen zu verschiedenen Zeiten, können mal länger mal kürzer sein; manchmal reichen auch schon ein oder zwei Absätze als Lockerungsübung.

Mein erstes Buch ist dann nicht als mein Debüt erschienen sondern etwas später, nachdem ich es stark überarbeitet hatte, all das, was nur für mich rein zum Freischreiben wichtig war rausgeschmissen und alles dann in Hinblick auf den Leser verdichtet hatte. So was nennt man gemeinhin die zweite Fassung. Bei mir lag längere Zeit zwischen der Erstfassung „bei geschlossener Tür“, wie Stephen King es nennt, und der Zweitfassung „bei offener Tür“.

Der Roman ist unter dem Titel „Hyperdrive“ erschienen.

Die andere Seite der Selbstfindung bestand darin, dass es zu Anfang meines Schreibens nur den konventionellen Weg des Schriftstellers gab. Dann wurde plötzlich Self-Publishing möglich. Es war für mich auch ein Prozess, bis mir klar wurde, dass dies nicht nur für mich der beste Weg ist, sondern die Zukunft; der Weg für jeden modernen Autor, der die Kontrolle über das, was er schreibt und in Zukunft schreiben will, behalten möchte, der seine kreative Mündigkeit bewahren möchte und auch nur einen Funken Interesse an den anderen Sachen rund ums Schreiben hat.

Wie und wo schreibst du am liebsten?

Ich schreibe, sobald ich am Tag kann. Also sobald die Kinder versorgt und in der Schule sind. Alles andere kommt später. Ich bin kein Nachtarbeiter; ich brauche das Licht. Vielleicht erklärt das auch meine Liebe zu sonnengetränkten Landschaften wie der Wüste des amerikanischen Nordwestens.

Ich schreibe in meinem Schreibzimmer. Dort sind viele meiner Bücher. Ich schreibe im Blick auf eine Bücherwand mit meinen Lieblings-Genrebüchern.

Horus W. Odenthal ist nicht dein richtiger Name, sondern ein Künstlername. Warum hast du dich für einen Künstlernamen entschieden und wie kam es zu diesem?

Das stimmt nur zum Teil. „Horus“ ist als Name in meinem Pass eingetragen. Zunächst war es wirklich ein Künstlername für die Comics aber nach und nach hat der Name um sich gegriffen, so dass mich inzwischen jeder so nennt, außer meinen Eltern und dem Finanzamt. Meinem „bürgerlichen“ Vornamen habe ich aber immer noch einen Platz als Mittelinitial meines Schriftstellernamens zugestanden. Er soll schließlich auch irgendwie zu seinem Recht kommen.

Warum Horus? Horus passte einfach. Ich bin Horus.

Ninragon ist eine vollkommen neue Welt, mit ihren eigenen Geschichten, Kriegen und Sprachen. Wie schafft man es, ein solches Buch zu schreiben und den Überblick zu behalten? Welche Tricks und Hilfsmittel hast du verwendet?

Zum einen hilft mir das geniale Schreibprogramm Scrivener all meine Notizen zu verwalten und zum anderen habe ich meine „Ninragon-Bibel“, wo ich alle Infos sammle. Ich nenne sie „Kompendium Marani“. Ich könnte sie allerdings auch einmal wieder gründlich aufpolieren. Ich finde mich darin zurecht, aber wenn vielleicht andere Autoren einmal darauf zurückgreifen wollen, dann muss ich einiges überarbeiten.

Ich würde gerne Autoren einladen, sich in meiner Welt auszutoben. Ich habe mir auch schon einiges dazu überlegt. Die Bedingungen sind simpel und absolut zugunsten des jeweiligen Autors. Wahrscheinlich werde ich demnächst etwas mehr dazu sagen. Wer jetzt schon Lust hat, kann gerne bei mir nachfragen. Hier nur so viel dazu: Ich will keinerlei Tantiemen, man sollte sich nur mit mir absprechen, dass es in den Kanon passt. Und es sollte irgendwo das Ninragon-Logo tragen. Nachfragen gerne an mich.

Bei den Ninrae und dieser vollkommen eigenständigen Welt musste ich zu Beginn kurz an Tolkien denken, doch deine Ninrae sind soviel härter, als alle Arten von Elfen, denen man sonst in Büchern begegnet. Hattest du für deine Ninrae trotzdem solche Elben bzw Elfen von Tolkien und Co. als Vorbild?

Natürlich war „Der Herr der Ringe“ eines der Bücher das ganz am Anfang meiner Entdeckung der Fantasy stand – nach Robert E. Howard, dem Erfinder von Conan. Ich liebe das Buch noch immer. Und natürlich auch die Filme. Aber danach hat jeder dieses Konzept der Elfen/Elben verwendet und es wurde verwässert bzw. zu einem Klischee.

Ich wollte etwas anderes machen. Ich wollte weitergehen.

Wenn ich Konzepte für mich entdecke, stelle ich mir oft zwei Fragen: Was bedeutet das eigentlich und wie fühlt es sich an?

Dies im Blick habe ich auch meine Elfen bzw. Ninraé und Kinphauren entwickelt.

Elfen sind eigentlich eine nichtmenschliche Rasse. Sie habe feinere Sinne als Menschen. Und noch einiges mehr.

Sie sind … Aliens. Das hatte meiner Meinung nach niemand mit dieser Konsequenz verfolgt. Außer in der Science Fiction.

Davon bin ich ausgegangen. Und von der Vision der Elfen, die von einem anderen Schriftstreller stammte und relativ zeitgleich mit dem „Herrn der Ringe“ erschien: „Das geborstene Schwert“ von Poul Anderson. Hier sind die Elfen wilder, unberechenbarer, unmenschlicher, mehr den Vorstellungen aus den Sagen des Nordens entsprechend.

Und dann habe ich mich gefragt: Gehen wir einmal davon aus, Tolkiens Geschichten wären nur Überlieferungen; wie säen die Geschöpfe hinter dem Schleier dieser märchenhaften Verbrämung tatsächlich aus und wie würden sie sich selber sehen?

Eigentlich sind es also im Prinzip die gleichen Elfen wie bei Tolkien nur mit einem moderneren und realistischer Blick gesehen.

Auric, ein wichtiger Hauptcharakter, ist von Geburt an ein Barbar, in dem aber doch mehr steckt und so anders als die Helden und Protagonisten die man so kennt. Für mich ein wirklich sehr gelungener Protagonist. Wie entstand Auric? Wie kamst du darauf, einen solchen Hauptcharakter zu schaffen?

Auric war eine der ersten Figuren über die ich als Kind geschrieben habe. Von diesen ersten Versuchen ist wenig

mehr als der Name übrig geblieben.

Hours W. Odenthal

Hours W. Odenthal

Ich hatte schon gesagt, dass Robert E. Howards Geschichten zu meinen ersten Begegnungen mit dem Fantasy-Genre gehörten. Howard hat auch Conan geschrieben. Auric ist so etwas wie ein Gegen-Conan. Ich habe mich gefragt, wie ein Mensch, der mit überdurchschnittlicher Intelligenz ausgestattet ist, eine solche Welt, wie sie bei Conan geschildert wird, erleben und empfinden würde. Bei Auric kommt der Blick von außen auf die Umstände, in die er hineingeboren wurde, hinzu. Er wurde ihm durch seine Mutter geschenkt, die nicht dieser „Barbaren“-Kultur entstammt.

Eigentlich sind diese ganzen in den Barbaren-, Wikinger-, was-auch-immer-Romanen verherrlichten Lebensweisen ziemlich furchtbar. Was macht jetzt ein Mensch, der damit aufwächst, das aber nicht als gegeben hinnimmt, sondern die ganze Stumpfheit und Dummheit durchschauen kann?

Was steckt hinter den ganzen Klischees von den heldenhaften Nordmännern.

Von da an, entwickelte sich die Figur von Auric praktisch von selbst.

Man werfe das Ganze in einen Topf und lasse es genügend lange köcheln.

Auric ist kein Held im klassischen Sinne, kein „Knabe der Prophezeiung“, dem alles in den Schoß fällt. Er muss seinen Weg selber finden. Er muss sich seinen Weg, zu dem, der er wirklich ist, erkämpfen.

Das ist der wirkliche große Kampf in der Ninragon-Trilogie.

Deine Bücher gibt es als unabhängige eBooks. Willst du immer als Indie-Autor arbeiten oder kommt für dich auch die Zusammenarbeit mit einem Verlag in Frage?

Ich bin ein freier Autor. Ich behalte die kreative Entscheidung über meine Werke. Ich schreibe nicht etwas und gebe dann jede Verantwortung an jemanden anderen ab, der dann gut oder schlecht damit anfangen kann, was er will. Ich möchte mich nicht in eine solche Abhängigkeit begeben. Ich möchte nicht meine kreative Mündigkeit mit der Unterschrift unter einem Vertrag einfach so weggeben. Ich bin als Schöpfer meiner Werke, der sie selber verlegt und vermarktet viel besser dran. Ich entscheide über Cover und darüber, welches Buch ich als nächstes schreibe. Und ich entscheide, dass ich eine lange und komplexe Serie von Büchern schreibe, die alle in einem Universum spielen, in dem es viele Türen gibt, durch die man es als Neueinsteiger betreten kann. Welcher Verlag würde mir diese Möglichkeit bieten?

Es gibt niemanden, der darüber entscheidet, ob ich eine Chance für meine Ideen bekomme. Ich stelle mir selber diese Lizenz aus. Es gibt niemanden, der darüber entscheidet, ob ich ein A-, B-, C- oder F-Autor bin und entsprechend dieser Einordnung vermarktet werde. Was hieße, es könnte sein, dass man meine Bücher einfach in die Läden wirft und sie und mich dort verhungern lässt bis sie nach einem Monat oder etwas mehr zurückgeschickt werden.

Was nicht bedeutet, dass ich nicht mit einem Verlag zusammenarbeiten würde. Ich mache es in dem Moment, in dem es Sinn macht.

Sinn macht es meiner Meinung nach aber vor allem nicht mehr nach dem alten Modell.

Eine gute Zusammenarbeit mit einem Verlag ist eine strategische Kooperation zwischen Autor und Verlag. Ich entscheide, was genau ich zusammen mit einem Verlag machen will, was für beide vorteilhaft ist und beide einen oder mehrere Schritte weiterbringt.

Ich kann mir zum Beispiel gut vorstellen, dass ich mit einem Verlag bei der Schiene der gedruckten Bücher zusammenarbeite. Das kann zum Vorteil für Verlag und Autor sein. Oder etwa bei Hörbüchern. Oder was bestimmte Länder betrifft, die ich selber weniger effektiv beliefern kann.

Was ich mir nicht vorstellen kann, ist einfach alle Rechte an einen Verlag abzugeben, damit der nach Belieben darüber verfügen kann. Das funktioniert meiner Meinung nach nicht mehr. Die Welt hat sich geändert. Zu allererst haben die großen Verlage sich geändert – viele nachdem sie von großen Konzernen aufgekauft wurden und nach deren Regeln spielen mussten.

Alles was danach kam, waren dann nur die Folgen davon.

Der Siegeszug von Amazon wurde durch diese Haltung der Verlage erst möglich. Daher empfinde ich diesen Sturm der alten Garde gegen Amazon als ziemlich verlogen. Es stehen andere Interessen dahinter, als die, die man groß und hehr nach außen hin vorträgt – die, mit denen man auch die Autoren mobilisiert und vorschiebt. Die Berichterstattung ist in diesen Punkte meist ziemlich verzerrt.

Was sind für dich die Vor- und Nachteile beim Selfpublishing?

Die Vorteile: Ich bin mein eigener Herr, und meine Schöpfung bleibt meine Schöpfung. Ich kann meine Interessen ausgezeichnet vertreten und behalte meine kreative und unternehmerische Mündigkeit.

Die Nachteile: Es wäre schön, in einem Team zu arbeiten und sich auf die Dinge konzentrieren zu können, die einem am wichtigsten sind und am besten liegen.

Die Frage ist, wie finde ich solche Teams. Nicht mehr in den Verlagen, die noch nach immer dem alten Modell arbeiten.

Ich hoffe, dass die Verlage sich ändern und die neue Zeit akzeptieren, dass sie neue Wege der Zusammenarbeit finden, bei der sich Autor und Verlag wieder auf Augenhöhe begegnen können.

Aber das geht nur mit einem freien Autor, der auch als solcher akzeptiert wird.

Ich hoffe auf neue Verlage, die neue Partnerschaften eingehen.

Wenn ein Verlag das nicht will, ist es das Beste für einen Autor, seinen eigenen Weg zu gehen.

Ich zähle allerdings auf die Verlage da draußen. Ich zähle besonders auch auf die ganzen kleinen Verlage, die ja in der Lage sind, eigene Entscheidungen zu treffen, so flexibel zu sein, wie sie selber wollen, ohne einem großen Konzern, der Marketingabteilung oder der Vertreterkonferenz Rechenschaft ablegen zu müssen. Da wedelt heute oft der Schwanz mit dem Hund.

Ich sehe für eine solche Entwicklung Zeichen der Hoffnung. So arbeitet zum Beispiel Anja Bagus bei ihrem neuen Roman mit der Edition Roter Drache zusammen und scheint sehr zufrieden mit dieser Kooperation zu sein.

Die Welt muss sich verändern. Sie hat sich schon verändert.

Jeder Verlag, der genauso denkt und entsprechend handelt, ist mir für eine Zusammenarbeit willkommen. Verlage haben immer die Buchwelt bewegt. Ich hoffe, dass sie den Dreh kriegen.

Gibt es bereits ein neues Projekt? Und wenn ja, willst du uns noch kurz etwas darüber erzählen?

Mein neues und altes Projekt ist Ninragon.

Es wird regelmäßig neue Ninragon-Romane geben.

Das werde ich so gestalten, dass es immer Story-Zyklen gibt, die an verschiedenen Orten und Zeiten dieses Universums angesiedelt sind.

Jeder dieser Zyklen (oder Einzelromane wie „Homunkulus“) ist eine Tür, durch die man ohne Vorwissen diese Welt betreten kann. Sie sind in sich abgeschlossen und liefern dem Neuleser alles, was er zum Verständnis braucht.

Die neueste dieser Türen ist „Ninragon – Verlorene Hierarchien“. Diesmal geht es ins Genre Urban Fantasy. Das heißt, die Geschichten spielen in unserer Welt, zu unserer Zeit.

Diese Geschichte bietet praktisch den Gegenpol zu der Ninragon-Trilogie, die ganz gemäß dem Fantasy-Genre in einer archaischen Zeit spielt und den Anfang der Saga des Ninragon bildet.

„Ninragon – Verlorene Hierarchien“ stellt den Punkt dar, wo vieles zum Abschluss kommt und sich auflöst, wo vieles endet.

Einige Figuren tauchen auf, die dem Leser der Trilogie bekannt sein dürften. Aber sie sind auch sehr verändert. Was die Geschichte zu einem ausgezeichneten Einstiegspunkt macht.

Die Geschichte spielt in der (imaginären) Stadt New Zion an der amerikanischen Westküste. Sie handelt von Menschen, die plötzlich mit dem Auftauchen übernatürlicher Mächte konfrontiert werden und in einem über sie hereinbrechenden Chaos ihren eigenen Weg suchen müssen.

Es verändert sich etwas in der Welt. Ein neues Zeitalter beginnt.

Das Interregnum ist hereingebrochen. Die Regeln werden neu geschrieben.

Ich gehe in dieser Serie demnächst mit drei Publikationen an den Start: zwei Erzählungen unter dem Titel „Twilight Road“, dem ersten Teil „Stadt des Zwielichts“ und dem zweiten Teil „Geist von Stahl und Feuer“.

Lasst euch überraschen. Wenn ihr mehr darüber wissen wollt, holt euch doch einfach „Twilight Road“, in denen Protagonisten aus dem Zyklus ihre eigenen Geschichten erleben.

Es ist tatsächlich einfach und kostet euch keinen Cent. „Twilight Road“ wird nämlich kostenlos erhältlich sein.


Ich danke dir, für das tolle Interview und kann nur sagen, bei einer Lesung von dir, wäre ich ja gerne mal dabei, das klingt sehr interessant. Vielleicht verschlägt es dich damit ja mal in die Nähe von Nürnberg :). Bie King kann ich nur zustimmen, ein toller Schrifsteller, aber auch ich finde gerade die neueren Werke etwas zu lang gezogen.

Buchvorstellung

Horus hat bereits viele Projekte veröffentlicht. Erst waren es Comics, dann kam Hyperdrive und schließlich die Ninragon Welt mit der Triologie sowie Homunkulus und Ninragon - Der schrecken der Vorzeit. Nachdem es so viele sind, schaut doch am besten direkt auf seiner Website nach. Ich kann es euch auf jeden Fall empfehlen, dort zu stöbern. Ninragon Teil eins habe ich bereits gelesen und fand es klasse.

Interviews

Darf ich bitten - Anja Bagus

1. Oktober 2014

darf-ich-bitten

Und weiter gehts es mit unserer Aktion „Darf ich bitten - deutschsprachige Autoren im Interview“. Heute starten wir bis zum Ende des Jahres mit Teil zwei und ihr könnt euch wieder über viele tolle Interviews, Autoren und Bücher freuen. Hier gehts noch mal zur Zwischenbilanz von Teil eins.

Ich darf Teil zwei nun einläuten mit einem Inteview mit der lieben Anja Bagus. Viel Spaß :).

Anja Bagus im Interview

Anja-bagusAnja wurde in Baden-Würtenberg geboren und ist in der Gegend rund um den Kaiserstuhl aufgewachsen. Heute ist sie verheiratet, hat ein Kind, zwei Katzen und einen Hund und lebt im Ruhrgebiet. Neben dem Schreiben ist sie auch Heilpraktikerin. Aber jetzt geht es gleich mal los:

Hallo Anja, erzähl doch erst mal etwas über dich. Wer bist du, wo lebst du und was sind deine Hobbies?

Wer bin ich? Ich war schon so vieles in meinem Leben. Im Moment bin ich Schriftstellerin, und da bin ich ganz stolz drauf. Ansonsten bin ich Mama, auch wenn mein Kind sich beschwert, dass ich das nicht intensiv genug bin. Aber sie ist 10 und sollte so langsam selbstständig werden. Meine Hobbies sind vielfältig. Wenn ich Zeit habe nähe und bastle ich, das passt zu dem LiveActionRolePlay (LARP), welches ich auch sehr gerne mache. Wenn das nicht geht, dann spiele ich: Brettspiele oder Rollenspiele. Und dann lesen und tolle Serien schauen … mir ist nie langweilig.

Was war das erste Buch, das du selbst gelesen hast?

Das weiß ich nicht mehr. Ich habe aber einige meiner Kinderbücher noch und da sind viele Pferdebücher dabei, aber auch Hanni und Nanni … Ich habe immer immer immer gelesen. Meine Mutter war ganz verzweifelt und dachte, aus mir würde nie etwas … Mein Vater wusste nicht, dass ich seine Konsaliks und Ludlums gelesen habe … ich war völlig besessen vom gedruckten Wort.

Was machst du neben dem Schreiben?

Im Moment nicht viel. Oh, gelogen: ich pflege natürlich meine Homepage und treibe mich auf Facebook herum. Dann habe ich ein Projekt, welches Teile meiner Bücher als Film zum Leben erweckt. Mit der Gruppe „Evil Kraken“ drehen wir Filme über das Amt für Aetherangelegenheiten. Mit dem Amt touren wir dann auch über Conventions und was sonst so geht.

Was ist für dich der perfekte Tag?

Erst mit meinem Hund raus. Bei den Spaziergängen plane ich den Tag. Wenn ich beim Schreiben nicht weiterkomme, ist es oft so, dass ich während des Laufens plötzlich die Erleuchtung habe. Dann schreibe ich bis mittags, zwischendurch ein wenig Facebook. Dann nochmal schreiben bis ca 4 Uhr, bis Hausarbeit und Familie drängelt. Wir essen und dann schauen wir „Das perfekte Dinner“ und dann ist es schon Zeit, das Kind ins Bett zu bringen. Dann schauen mein Mann und ich noch gemütlich was und dann geh ich früh ins Bett. Ich bin Frühaufsteherin, und geh gern früh ins Bett.

Was liest du selbst gerne?

Fantasy. Ich habe in meinem Leben echt alle Genres ausprobiert, und es kann auch sein, dass sich das wieder ändert, aber in den letzten Jahren war es hauptsächlich Fantasy. Ich liebe die Sachen von Brian Sanderson, von Patrick Rothfuss und Robin Hobb. Ich lese das auch auf Englisch, was wirklich besser ist, weil ich viel zu schnell lese ….

Wie kamst du zum Schreiben?

Zufällig. Ich habe eine Autorin kennengelernt, die meinte, ich solle das doch mal probieren. Sie hatte einen Kurs: Kreatives Schreiben und das hat mich gezündet. Der NaNoWriMo 2012 war dann der Durchbruch. Ich habe danach nicht mehr aufgehört, zu schreiben.

Wer oder was inspiriert dich?

Ich hab Kopfkino. Ich habe da keine spezielle Inspiration. Ich habe Figuren, die zum Leben erwachen, und die sollen tolle Sachen erleben. Nachdem ich die Aetheridee hatte, verselbstständigte sich das alles. Ich brauchte eher einen Stopp-Knopf, als einen An-Knopf. Ich frag mich immer: was würde ich jetzt lesen wollen? Und das schreib ich dann. Manchmal auch nicht, weil ich es spannend machen will, dann schieb ich noch was Gemeines dazwischen.

Wie und wo schreibst du am liebsten?

An meinem Laptop in der Küche. Mein Mann hat mir ein Pult gebaut. Ich habe leider kein Arbeitszimmer, aber letztlich liebe ich es, mitten im Geschehen zu sein. Wenn rundum das Leben trubelt (was bei zwei Katzen, einem Hund, einem Kind und einem Mann, der mindestens eben so viele Hobbies wie ich hat, schnell geschehen kann, dann geht es am Besten).

Wie kamst du zur Idee zu Aetherhertz?

Ich wollte, dass meine Heldin etwas Besonderes ist. Aber ich wollte keine Prophezeiung oder so. Und da ich kurz zuvor dem Steampunk-Fieber anheim gefallen war, lag diese Aether-Geschichte nahe. Aether ist im Steampunk ein häufig genutzter Begriff. Ich wollte ihn aber greifbarer machen. Daher die Idee, dass er eine Substanz ist, die nicht irgendwo in der Atmosphäre rumfliegt, sondern aus den Gewässern aufsteigt.

Die Geschichte wirkt sehr realitätsnah und wunderbar recherchiert. Was waren deine Recherche Quellen?

Ich bin selbst am Rand des Schwarzwalds aufgewachsen. Meine Oma lebte in Baden-Baden und ich kenne die Stadt gut. Ansonsten … wikipedia ….

Für alle, die es nicht kennen, erzähl uns doch kurz was zum Steampunk und was reizt dich so an diesem?

Steampunk ist … ganz schwer zu beschreiben. Für die einen ist es Retro-Futurismus: also eine Welt, die in einer Zukunft wieder technologisch auf Dampfmaschinen zurückfällt. Für die anderen blieb die Welt in einer solchen Vergangenheit stecken und hat sich anders entwickelt. Wie auch immer: Steampunker lieben altmodischen Kleidungsstil und ebensolche Umgangsformen. Sie lieben es, Dinge zu basteln und sich vorzustellen, dass man in einem Luftschiff verreisen könnte.

Da ich persönlich Dampf als sehr unpraktisch empfinde, habe ich mit dem Aether eine andere Möglichkeit gefunden, solche Luftschiffe zu realisieren. Und Pauls kleine Spielereien.

Kannst du allen, die jetzt auf den Geschmack gekommen sind, noch weitere Bücher aus dem Steampunk-Bereich empfehlen?

Also es gibt ganz wunderbare Bücher aus Deutschland und Österreich. Christian und Judith Vogt haben „Die zerbrochene Puppe“ geschrieben, und wenn man in das Verlagsprogramm von Feder&Schwert schaut, wird man weiter fündig: da ist Chris Schlichts „Maschinengeist“, und und …

Kannst du dir vorstellen auch mit Verlagen zu Arbeiten oder bleibst du lieber beim Selfpublishing?

Mein aktuelles Buch „Waldesruh“ kommt tatsächlich in Zusammenarbeit mit einem Verlag heraus. Das liegt aber unter anderem daran, dass dieser Verleger mir alle Freiheiten ließ, ich durfte also das Cover gestalten und viele andere Dinge mitbestimmen. Ich habe große Bedenken, meine Babys abzugeben … da müsste das Schmerzensgeld schon hoch sein.

Gibt es bereits ein neues Projekt? Und wenn ja, willst du uns noch kurz etwas darüber erzählen?

Naja, wie gesagt: jetzt kommt „Waldesruh“ heraus, es müsste die Tage erhältlich sein. Ich schreibe gleichzeitig Aetherwestern (zusammen mit anderen Autoren- die kommen als Groschenromane heraus); ich darf an einem österreichischen Steampunk-Romanprojekt namens „Agnosia“ mitschreiben. Die Aetherwelt geht nach „Waldesruh“ auch weiter, der folgende Teil wird im Frühjahr 2015 rauskommen. Jetzt gerade geht mir eine junge Dame nicht aus dem Kopf, die sich Köln 1913 herumtreibt, und deren Geschichte unbedingt raus will.

Man sagt mir nach, ich schreibe schneller, als andere Leute lesen können …

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Buchvorstellung

(c) Anja Bagus

(c) Anja Bagus

Aetherhertz habe ich erst vor kurzem beendet und ich war wirklich begesitert. Aber das lest ihr am besten einfach in meiner Rezi dazu. Es ist der erster Teil einer Triologie.

Buchrücken:

Seit der Jahrhundertwende steigt grüner Nebel über den Flüssen auf. Æther ist für die Industrie ein Segen, für die Menschen ein Fluch. Luftschiffe erobern den Himmel, Monster bevölkern die Auen.

Wir schreiben das Jahr 1910: Im mondänen Baden-Baden scheint die Welt noch in Ordnung. Doch während die Kurgäste aus aller Welt durch die Alleen und den Kurpark flanieren, sterben junge Frauen an einer mysteriösen Vergiftung.

Das Fräulein Annabelle Rosenherz versucht die Ursache herauszufinden und gerät dabei selbst in große Gefahr, denn sie hat schon lange ein Geheimnis. Als sie der Wahrheit zu nahe kommt, nimmt man sie gefangen.

Auf den finsteren Höhen des Schwarzwalds verliert sie fast ihren Verstand und es entscheidet sich, ob Annabelle sich selbst akzeptieren kann, und ihre erste Liebe stark genug ist, den Widerständen der Gesellschaft zu trotzen.


Aehterresonanz ist der zweite Teil.

(c) Anja Bagus

(c) Anja Bagus

Buchrücken:

Veränderte, so nennt man sie höflich. Verdorbene, zischt man hinter vorgehaltener Hand. Annabelle Rosenherz ist eine Veränderte. Ihr Geheimnis wurde gelüftet, aber obwohl viele zu ihr halten, findet sie keine Ruhe. Als ein Brief sie auf die Spur ihres verschwundenen Vaters lockt, folgt sie dieser kurz entschlossen.

Die Polizei ist mithilfe des Amts für Ætherangelegenheiten auf der Spur eines Mörders, der seine friedlich schlafenden Opfer in verschlossenen Räumen grausam verstümmelt.

Am Rhein spucken die riesigen Schornsteine der Bader-Æther-Werke unaufhörlich Rauch in den Himmel, während die Kolben der Dampfmaschinen den kostbaren Stoff komprimieren. Verbergen die hohen Mauern ein düsteres Geheimnis?

Æther und Maschinen, Liebe, die den Tod nicht akzeptieren will und falsche Entscheidungen: Ætherresonanz ist Steampunk aus Deutschland, dessen Dampfdruck die Kessel zu sprengen droht.


(c) Anja Bagus

(c) Anja Bagus

Und Teil drei ist Aethersymphonie.

Buchrücken:

Æther gestaltet die Welt neu. Jeden Tag werden Entdeckungen und Erfindungen gemacht, die das Leben, die Technik, Tiere und Menschen verändern. Heute noch Luftschiffkapitän, morgen ein Monster mit Fell und Krallen, Flügel und Schnabel. Niemand weiß, ob er am nächsten Tag mit einer seltsamen Fähigkeit erwacht.
Annabelle Rosenherz ist so eine Veränderte. Mit ihrer grünen Hand kann sie heilen und töten. Während die Welt sich langsam an die neuen Gegebenheiten gewöhnt, vermisst sie immer noch schmerzhaft ihren Vater, der nun seit zwei Jahren verschwunden ist.

Eine Spur führt nach Prag. Annabelle lädt ihre Freunde zu einer Fahrt auf der »Delfin«, einem experimentellen Luftschiff, ein. Während sie sich bemühen, der goldenen Stadt ihre Geheimnisse zu entlocken, werden Sucher zu Gesuchten und schließlich zu Gejagten.


Und Waldesruh ist der erste Teil der Triologie rund um den Glasberg.

Anja Bagus

Buchrücken:

Hochschwarzwald 1912 Die adlige Witwe Minerva hat die Nase voll davon, weiterhin Gesellschafterin ihrer Mutter zu sein. Der Unternehmer Falk Bischoff will eine Glashütte kaufen, doch der Glasmachermeister wurde ermordet und seine wertvolle Forschung ist verschwunden. Ein preußischer Hauptmann folgt den unheilvollen Visionen einer Hexe. Seine Mission: einen drohenden Krieg verhindern. Alle diese Personen logieren im exklusiven Hotel “Waldesruh”, dessen verwöhnte Gäste sich eines luxuriösen Lebens erfreuen. Sie wollen Skilaufen oder im Pferdeschlitten durch die verschneite Landschaft kutschieren und sich abends mit Tanz und Gesellschaftsspielen amüsieren. Doch auch sie müssen feststellen, dass der Æther rund um den mysteriösen Glasberg vieles verändert hat. Als in der Silvesternacht uralte Mächte erwachen, müssen sich alle entscheiden, auf welcher Seite sie stehen. Entdecken Sie die Ætherwelt: Steampunk aus Deutschland. Hier gibt es sowohl Automobile mit Æthereinspritzung, als auch Naturgeister, geheimnisvolle Apparate und religiöse Fanatiker.

Die Rechte an den Buchrücken und Covern liegen bei Anja Baugs.

Ihr findet alles und noch viele weitere Informationen auch alle auf ihrer Website. Ich bedanke mich bei Anja, für das tolle Interview und kann euch allen nur empfehlen, mal in die Bücher zu schnuppern. Ich freue mich auf jeden Fall schon mir demnächst auch die weiteren Bücher zu besorgen und zu lesen.

Interviews

Darf ich bitten - Zwischenbilanz

3. September 2014

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Huhu meine Lieben. Eine ganze Reihe Interviews sind nun schon seit dem Start unserer Aktion am 15. Juli online gegangen. Bisher hat uns das wirklich viel Freude bereitet und euch hoffentlich auch. Nachdem nun die ersten Autoren interviewt sind, gibts es bei uns eine kleine Pause. Ab 1.10 geht es dann mit Teil zwei weiter. Denn es gibt noch viele Autoren, die gerne von uns mit Fragen gelöchert werden wollen. Daher wird das Ende der Aktion nun statt dem 31.8 erst am 31.12.2014 kommen, ihr könnt euch also auf noch einige weitere tolle Interview sfreuen.

Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr weiter begeistert dabei seit. Gerne dürft ihr auch weiter erzählen, dass es bei uns bald wieder weiter geht. Ich hoffe, der ein oder andere von euch hat schon neue tolle Bücher und Autoren kennen lernen können und wird dies auch weiterhin.

Und das waren die bisherigen Interviews - Der Juli:

15.07. - Bei Jenny ging es los mit Tanya Herig.
16.07. - Annika hat Turhan Boydak mit fragen gelöchert.
17.07. - Weiter ging es mit Astrid Rose bei Katja.
18.07. - Hier bei mir durfte ich euch Franziska Franke vorstellen.
19.07. - Cörnchen hatte Markus Heitz im Interview!
22.07. - Sabrina Qunaj hat sich mit unserer Lena zum Interview verabredet.
23.07. - Auf Kathrinsbooklove findet ihr ein tolles Gespräch mit Heike Gellert.
24.07. - Bei Jenny findet ihr die interessanten Antworten von Olaf Kemmler.
25.07. - Ich habe mich mit der lieben Marlies Lüer unterhalten!
27.07. - Katja hatte Rebecca Wild im Interview!
29.07. - Lena hat sich mit Thomas Thiemeyer unterhalten!
30.07. - Lizzy Own war bei Books on the Head im Interview.
31.07. - Bloggerin und Neuautorin Amelie Murmann war dann wieder bei Jenny zu Gast.

Und das waren die bisherigen Interviews - Der August:

02.08. - Bei Cörnchen gab es ein Interview mit Laura Newman.
03.08. - Christine Sylvester stellte sich bei mir meinen neugierigen Fragen.
05.08. - Carolin Wahl hat sich mit Jenny unterhalten.
11.08. - Blood & Gold Autorin Laura Kneidl war bei Sabrina!
13.08. - Bei Katja lernt ihr Michelle Schrenk kennen.
14.08. - Und wieder unsere Jenny. Diesmal hat sich Anna Fricke ihren Fragen gestellt!
15.08. - Janet Clark war bei Sabrina zu Gast!
16.08. - Bianca Iosivoni besuchte Cörnchen.
17.08. - Katja hatte quasi Besuch aus Österreich mit Jennifer B. Wind.
18.08. - Die quirrlige Elli Minz war bei Books on the Head!
19.08. - Farina de Waard ließ sich von Jenny interviewen.
20.08. - Bei Anika war dann die Fantasy-Autorin Ailis Regin zu Gast!
21.08. - Frank Goldammer war bei Sabrina im Interview!
22.08. - Anke Meyring beantwortete Jenny viele tolle Fragen.
23.08. - Ich durfte meine Fragen dann Britta Sabbag stellen.
24.08. - Lena hatte Emilia Licht im Interview!
25.08. - Susanne Kliem war bei Bald-Mama Katja!
26.08. - ÖDLAND-Autor Christoph Zachariae war bei Jenny.
01.09. - Und schließlich war Regina Gärtner bei Sabrina zu Gast!

Und auf diese Autoren könnt ihr euch (bisher) noch freuen:

  • Ingrid Werner
  • Ella Theiss
  • Christine Drews
  • Thomas Nommensen
  • Petra Czenitzki
  • Jasmin D.
  • Horst Eckert
  • Anja Bagus
  • Horus W. Odenthal
  • Sabine Hahn

Und zur Vollständigkeit, hier noch mal alle Blogs:

Wir freune uns auch über noch weitere Autoren, die Lust und Zeit haben unsere Fragen zu beantworten. Und natürlich auch über Leser und Kommentare :).

Interviews

Darf ich bitten - Britta Sabbag im Interview

23. August 2014

darf-ich-bitten

Heute geht es bei mir weiter mit Darf ich bitten. Und zwar mit meinem vierten Interview. Bisher habe ich schon Franziska Franke, Marlies Lüer und Christine Sylvester interviewt und voraussichtlich im September folgen noch Anja Bagus und Horus W. Odenthal. Auch bei den anderen war diese Woche viel los. Die Übersicht ist hier - Die ersten Termine.

Britta Sabbag im Interview

Britta_Sabbag_Copyright_Beatrice_Treydel_1_smallBritta wurde im Jahre 1978 in Osnabrück geboren. Sie studierte Sprachwissenschaften, Psychologie und Pädagogik in Bonn. Dannach war sie sechs Jahre lang in unterschiedlichen Firmen als Personalerin tätig. Doch 2009 entschloss sie sich, nur noch das zu tun, was sie schon immer wollte: schreiben. Pinguinwetter, ihr Debüt, war ein Bestseller und auch ihre anderen Bücher wie Pandablues, Stolperherz oder das Leben ist (k)ein Ponyhof sind erfolgreich.

Was war das erste Buch, dass du selbst gelesen hast?

„Mein Esel Benjamin“, ich habe es bis heute, obwohl es total zerfetzt ist.

Beschreibe dich in drei Worten?

Eins reicht: verwirrt.

Was ist fuer dich der perfekte Tag?

Ausschlafen, spätes Frühstück, Spaziergang am Meer, Ruhe, keine Termine.

Was liest du selbst gerne?

Alles außer Krimi & Thriller, am liebsten Biografien. Ich liebe es, in andere Leben einzutauchen.

Wie kamst du zum Schreiben?

Es war eine spontane Idee nach meiner Kündigung 2009. Als ich anfing, merkte ich schnell, wie lange dieser Gedanke schon in mir gewachsen war, ich ihn aber nie „erhört“ hatte.

Wie entstehen deine Protas? Nimmst du Bekannte/Verwandte als Vorlage oder vielleicht sogar dich selbst?

Meine Figuren kommen zu mir. So irre sich das anhört, aber so ist es. Ich verwende nie reale Personen, bis auf eine Ausnahme: die Oma Melitta Beutel in Pinguinwetter und Pandablues ist 1:1 echt, inkl. Namen. Ansonsten ist alles immer ein Gemisch aus dem, was man selbst oder Freunde erlebt hat/ haben, was man sich wünscht, denkt, erträumt, selbst nie tun würde…

Hast du einen Lieblingscharakter und wenn ja warum?

Charlotte aus Pinguinwetter mag ich sehr, weil sie so herrlich unperfekt ist. Ansonsten Walter aus „Das Leben ist (k)ein Ponyhof“, weil er auf alles immer die richtige Antwort hat, oder wenn nicht, die richtigen Fragen stellt.

Wenn du einen Tag mit deinem Lieblingscharakter verbringen könntest, was würdet ihr tun?

Nachts mit Charlotte auf einem Berg auf die Stadt sehen, auf einer Autohaube sitzend und Zuckerwatte essend, neben uns Walter, der weise Dinge sagt. (ich weiß, das war geschummelt, aber es ging nicht anders 😉 )

Wo schreibst du am liebsten?

An meinem Schreibtisch und in meinem Lieblingscafé, das mein 2. Wohnzimmer geworden ist. Was ich mir wünschen würde, wäre ein Platz mit Ausblicks aufs Meer.

Hast du deinen roten Faden selbst schon einmal verloren? Wenn ja, wie hast du ihn wieder gefunden?

Viele Male schon. Das gehört doch zum Leben dazu. Und das macht es auch aus. In guten Zeiten können wir alle strahlend kluge Dinge sagen. Wichtig ist, in schweren Zeiten Kampfgeist zu behalten, das lernt man zu schätzen.

Woher kommen die Ideen für deine Titel, mit ihren quasi exotischeren Tieren Panda, Pinguin und Zebra?

Sind mir so eingefallen. Ich mag Metaphern und nutze sie auch für Titel. Pinguinwetter und Pandablus sind von mir erfundene Wörter, die auch eine von mir erschaffene Definition haben. Das hab ich schon in der Schule gemacht, und meine Deutschlehrerin hat immer alles angestrichen. Wenn ich gesagt habe, dass das doch richtig geschrieben sei, antworte sie immer: „Vielleicht, wenn es das Wort gäbe.“

Die Daumenkinos in den Büchern sind wirklich klasse. Wie kamst du auf die Idee und hast du sie selber gezeichnet?

Die Idee stammt von meiner Lektorin und der Illustrator Peter Frommann hat sie gezeichnet.

Und zum Schluss: Hast du ein neues Projekt und magst du uns etwas darüber erzählen?

Ja, viele. Es wird im nächsten Jahr sehr viele Überraschungen geben J Ein neues Genre, ein Projekt mit einem Co-Autor und… ach, ich wünschte, ich dürfte schon mehr verraten! Es wird toll! Aber zuerst starte ich gerade ein ganz neues Projekt. Zusammen mit meiner Kollegin von Blanvalet, Daniela Nagel, biete ich Schreibseminare (www.plotbox-koeln.de) an. Das ist etwas, was ich schon immer tun wollte, da ich anfangs auch tausend Fragen hatte, die mir niemand beantworten konnte. Jetzt gebe ich das weiter, was ich jeden Tag live im Autorenalltag erlebe. Gut, den Wahnsinn lasse ich weg – obwohl ein wenig davon brauchen wir ja.

Buchvorstellung

Das Leben ist (k)ein Ponyhof von Britta Sabbag (c) Bastei Lübbe

Das Leben ist (k)ein Ponyhof von Britta Sabbag (c) Bastei Lübbe

Das Leben ist (k)ein Ponyhof habe ich vor noch nicht all zu langer Zeit gelesen und fand es wirklich super. Pandablues und Pinguinwetter habe ich mir im Anschluss gleich gekauft, lesen konnte ich sie leider noch nicht. Aber sie sind spätestens für den Urlaub geplant und ich freue mich schon darauf.

Verlag: Bastei Lübbe; Erscheinungsjahr: 2014; Autor: Britta Sabbag; Seiten: 220; Format: Taschenbuch

Klappentext:

WENN DU DEN ROTEN FADEN VERLOREN HAST, HALT NACH EINEM ANDEREN AUSSCHAU - VIELLEICHT IST DEINER BUNT!

Antonias Leben ist perfekt. Bis ihre Mutter sie dazu verdonnert, auf ihren leicht senilen Stiefvater aufzupassen, während sie selbst sich in einem indischen Ashram vergnügt. Dabei hat die Karrierefrau Antonia für so etwas nun wirklich keine Zeit. Schließlich steigt sie gerade zur Partnerin in einer Unternehmensberatung auf und will ihren langjährigen Freund und Kollegen heiraten. Zurück im Heimatkaff stellen Walters Schrullen Antonia gehörig auf die Probe. Bald steht ihr ganzes Leben Kopf. Oder lernt sie vielleicht gerade erst zu leben?

Die Rechte für Cover und Klappentext liegen bei Britta Sabbag und beim Bastei Lübbe Verlag.


Pandablues-britta-sabbag-bastei-luebbe

Britta Sabbag - Pandablues - Bastei Lübbe

Klappentext:

MANCHMAL ERFÜLLEN SICH WÜNSCHE, VON DENEN MAN NICHT WUSSTE, DASS SIE EXISTIEREN.

Charlotte kann es kaum fassen: Kann es sein, dass ihr Traummann Eric sie betrügt, noch dazu mit einer Sauberfrau? Und ihr Zoo-Praktikum als Pinguin-Pflegerin ist auch irgendwie nicht so, wie sie sich das vorgestellt hat. Gut, dass sie sich wenigstens auf ihre Freundinnen Trine und Mona verlassen kann.

Bei denen läuft anscheinend alles wie am Schnürchen. Glücklicherweise sind die auch immer da, um Charlotte aus der Patsche zu helfen. Und das ist gar nicht so selten der Fall …

Die humorvolle Fortsetzung des Spiegel-Bestsellers PINGUINWETTER

Die Rechte für Cover und Klappentext liegen bei Britta Sabbag und beim Bastei Lübbe Verlag.


Pinguinwetter von Britta Sabbag - Bastei Lübbe

Pinguinwetter von Britta Sabbag - Bastei Lübbe

Klappentext:

DAS SCHLIMME AN HALBWAHRHEITEN IST, DASS IMMER DIE FALSCHE HÄLFTE GEGLAUBT WIRD.

Charlotte wird auf dem Höhepunkt ihrer Karriere gefeuert. Außerdem erhält sie von ihrer Mutter äußerst fragwürdige SMS aus der U-Haft in Grönland. Dann entscheidet sich ihr Immer-mal-wieder-Mann Marc auch noch, in den Hafen der Ehe einzuschiffen - allerdings nicht mit ihr.

Und nun? Rein in die rosa Babyelefantenhose und rauf aufs Sofa! Um Charlotte auf andere Gedanken zu bringen, drückt Freundin Trine ihr Sohnemann Finn aufs Auge. Als es bei einem Zoobesuch zu einem Beinahe-Unfall kommt, steht Charlotte der alleinerziehende Eric als Retter in der Not zur Seite. Weil der jedoch glaubt, Charlotte sei Finns Mutter, geht der Schlamassel erst richtig los…

Die Rechte für Cover und Klappentext liegen bei Britta Sabbag und beim Bastei Lübbe Verlag.


 

Klappentext:stolperherz-britta-sabbag-bastei-luebbe

SONDERN DER, DER SICH IHNEN STELLT.

Gerade, als ich mich zum Gehen wenden wollte, tippte mir jemand auf die rechte Schulter. Erschrocken drehte ich mich um. Es war Greg.
„Hey, du bist irgendwie … strange.“
„Ist das gut oder … schlecht?“
„Komisch eben.“
„Hm.“ Damit wusste ich immer noch nicht, was das zu bedeuten hatte. „Komm doch nachher mit in den Probenraum.“

Durch Zufall gerät Sanny, 15, kurz vor den Sommerferien in eine Probe der Schulband Crystal. Sie kann es kaum fassen, als ausgerechnet sie die Band in den Sommerferien auf ihrer Tour begleiten soll. Bisher war sie doch immer nur das unscheinbare Mädchen mit dem Stolperherzen. Seit ihrer Geburt leidet sie an einem Herzfehler.

Doch Sanny zögert nicht lange - eine mittelschwere Notlüge zu Hause und schon ist sie mit von der Partie. Allerdings ist sie nicht das einzige Mädchen, das die Jungs mitnehmen. Gleich mehrere Wochen muss Sanny es mit der schönen Kira und der erfahrenen Michelle aufnehmen. Doch einmal unterwegs beginnt für Sanny die aufregendste Zeit ihres Lebens. Sie erkennt, dass auch die Liebe ein Herz ganz schön aus dem Takt bringen kann und dass mancher erste Eindruck falsch ist. Und sie lernt, wie viel Mut es braucht, um das Leben in die eigene Hand zu nehmen.

Vielleicht, aber nur ganz vielleicht nach einer wahren Geschichte.

Die Rechte für Cover und Klappentext liegen bei Britta Sabbag und beim Bastei Lübbe Verlag.

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