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Dressler

Rezensionen/Reviews

[Rezension] Tintentod (3) - Cornelia Funke

4. Januar 2015

Tintentod von Cornelia Funke (c) Oetinger

inhalt3

Weil er so passend und schön ist, gibt es diesemal den Original-Klappentext. Der ist nämlich ein Zitat, das ich sowieso in die Rezension einbauen wollte.

„‚Meggie‘, sagte Fengolio leise, ‚wir beide wissen, dass dein Vater nicht wegen meiner Lieder der Eichelhäher ist. Dein Vater ist wie der Schwarze Prinz - er fühlt mit den Schwachen. Das habe nicht ich ihm ins Herz geschrieben, das war schon immer dort. Vielleicht hast du recht. Vielleicht verändert diese Geschichte ihn, aber er verändert auch die Geschichte.“

Tintentod

Meinung

Nachdem ich ja bereits Band eins und Band zwei rezensiert habe, gibt es zu Band drei heute nur eine Kurzrezension. Denn alles, was ich zum Schreibstil, zur Idee an sich und zu den Charakteren sagen konnte, habe ich ja schon gesagt.

Der Schreibstil hatte mich auch hier wieder von Beginn an eingenommen. Ich bin fast etwas traurig, dass die Reihe nun ein Ende hat und kann mir gut vorstellen, dass ich sie irgendwann noch einmal lesen werden. Es hat riesigen Spaß gemacht, in die Tintenwelt einzutauchen. Es war spannend, lustig, abenteuerlich und emotional.

In der Tintenwelt habe ich so viele tolle, individuelle Charaktere kennengelernt. Was mir besonders gut gefallen hat ist, dass keiner durch und durch gut oder böse war, sonder alle Charaktere sehr vielschichtig mit Stärken, Schwächen, guten und schlechten Seiten ausgestattet waren. Das hat sie richtig greifbar und authentisch gemacht. Auch in Tintentod war Staubfinger einer meiner Favoriten und dass, obwohl ich ihn in Band eins noch nicht so wirklich mochte. Aber insgesamt konnte ich jedem etwas abgewinnen, denn jeder war auf seine Art und Weise faszinierend. Selbst die bösen wie den Natternkopf oder Orpheus mochte ich. Nicht die Personen an sich, aber die Art, wie sie alle dargestellte wurden. Besonders gefallen hat mir die Art und Weise, wie sich Jacobo weiterentwickelt hat. Und so einen Glasmann hätte ich ja selber gerne.

Fazit

Der dritte Band der Tintenwelt lässt uns nochmals eine langes und packendes Abenteuer bestreiten. Gemeinsam mit Resa, Meggie, den Räubern rund um den schwarzen Prinzen, Violante und Jacobo und all den anderen Bewohnern der Tintenwelt. Allerdings waren auch hier, wie bereits in Band zwei, ein paar lange Stellen dabei. Deshalb gebe ich vier von fünf Herzen für diesen tollen Abschluss einer einzigartigen und wunderbaren Trilogie.

„Woraus sind wir gemacht? Resa, ich Mo und das Kind, das kommen wird. Sie wusste die Antwort nicht mehr. Hatte sie sie je gewusst.?“ (S. 52)

4herzen

Autorin

Cornelia Funke, 1958 in Dorsten geboren, ist eine deutsche Kinder- und Jugendbuchautorin. Ihre fantastsichen Geschichten sind auch international, mit einer Gesamtauflage von 20 Millionen Büchern in 37 Sprachen, erfolgreich. Cornelia Funke absolvierte zunächste eine Ausbildung zur Diplompädagogin und arbeitete als Erzieherin. Parallel zu ihrer Arbeit studierte sie Buchillustration. Dadurch kam sie selber zum Schreiben und begann unter anderem mit den Drehbüchern zu Siebenstein. Mit Herr der Diebe erfolgte 2002 ihr internationaler Durchbruch. Seit dem hat Cornelia Funke zahlreiche Bücher und Werke erschaffen, die nicht nur die Kinder und Jugend sondern auch Erwachsene verzaubern.

Rezensionen/Reviews

[Rezension] Tintenblut (2) - Cornelia Funke

27. Dezember 2014

 

Tintentblut von Cornelia Funke (c) Dressler

inhalt3

Vorsicht. Dies ist Band zwei der Tinten-Triologie. Wenn du also bisher noch keines der Bücher gelesen hast, lies lieber nicht weiter, auch wenn ich mich sehr bemüht habe, nichts von dem zu verraten, was bereits in Band eins passierte. Ich empfehle dir, erst bei der Rezension zu Band eins vorbei zu schauen.

Farid kommt zurück zu Meggie. Denn er will von ihr in die Tintenwelt gelesen werden, um Staubfinger, der bereits zurück kehren konnte, vor Basta zu warnen. Und Meggie will unbedingt mit. Denn sie will die Welt, die ihre Mutter ihr so detailliert beschrieben hat, mit eigenen Augen sehen. Den Weglosen Wald, den Speckfürsten, den Schönen Cosimo, den Schwarzen Prinzen mit seine Bären und Feen und Glasmänner. Und dann will sie gleich zurück. Doch die Geschichte spielt schon lange nicht mehr so, wie Fengolio sie geschrieben hatte.

TintenblutMeinung

Schreibstil

Auch im zweiten Band der Tintenwelt konnte mich Cornelia Funke wieder komplett mit ihrem Schreibstil einfangen. Tinenblut war wieder wundervoll bildlich, locker, emotional und doch sanft geschrieben. Die Tintenwelt, in die Meggie diesmal eintaucht, ist klar und deutlich gezeichnet und ich fühlte mich bei jedem Wort, als wäre ich direkt an ihrer Seite. Wie bereits im ersten Band, mochte ich die Zitate zu Beginn eines jeden Kapitels sehr, ebenso wie den Perspektivenwechsel, der uns immer auch mal mitnimmt zu den anderen Handlungssträngen.

„Natürlich verstand sie sein Unbehagen, schließlich hatte er seine Frau für viele Jahre an diese Welt asu Buchstaben und Papier verloren […] und trotzdem konnte sie nicht tun, was er verlangte - die Notizbücher fortschließen und die Tintenwelt für eine Weile vergessen“ (S. 38)

Charaktere

In diesem zweiten Band der Tinten-Triologie treffen wir einige alte Charaktere wieder. Mo, Meggie, Staubfinger, Fardi, Resa, die ja seit Ende von Band eins wieder da ist, Elinor, Darius aber auch böse wie Basta und Mortola. Sie alle sind noch genau so, wie ich sie aus Band eins in Erinnerung hatte und ich mochte Resa sehr. In Tintenherz war ich mir noch nicht sicher, ob ich Staubfinger nun mochte oder nicht. Diesmal ist es ganz klar, er war einer meiner liebsten Charaktere. Stark und sanftmütig zugleich und für mich einer der Helden der Geschichte. Auch Elinor ist mir nach und nach ans Herz gewachsen, auch wenn sie in diesem Band nur selten vorkommt.

Neben den alt bekannten Charakteren, ist Tintenblut voller neuer, einzigartiger und detailverliebt gezeichneter Protagonisten, die alle auf ihre Art bezaubern, egal ob gut, böse oder irgendwie auch beides. Der Speckfürst und die Hässliche, Roxana und und und. Besonders gefallen hat mir diesmal der schwarze Prinz mit seinem Bär. Ein leiser Held, der sanft und gerecht ist, der aber mit vielen Geheimnissen umgeben ist. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass er in Band drei noch eine bedeutende Rolle spielt. Ich hoffe es zumindest.

Geschichte

In diesem Band fallen nicht Leute aus der Tintenwelt in die normale Welt durch Meggie oder Zauberzunge Mo. Diesmal beginnt die Geschichte damit, dass Staubfinger sich zurück lesen lässt, von einem bisher Unbekannten Vorleser. Doch Farid bleibt zurück und trifft auf einen alten Bekannten Basta. Er sucht Meggie auf, die mittlerweile mit Mo und Resa bei Elinor lebt. Gemeinsam schlüpfen sie durch Meggies Künste in die Tintenwelt, um Staubfinger vor Basta zu warnen. Bis irgendwann sowohl in der normalen und auch in der Tintenwelt einiges schief geht und Meggie und Farid auf Leute stoßen, mit denen sie nicht gerechnet hatten.

„Und pötzlich während er sie ansah, hatte er endlich und ganz wirklich das Gefühl, heimgekehrt zu sein.“ (S. 101)

Insgesamt hat mich die Geschichte sehr gut einnehmen können. Ich war wieder verzaubert von der Detailverliebtheit, mit der das Buch geschrieben ist. Die Tintenwelt ist so bildlich beschrieben mit ihren magischen Orten und wundersamen Wesen wie Feen und Glasmännern. Stellenweise war es etwas langatmig und zog sich. Doch gerade gegen Ende kam dann doch noch alles gut ins Laufen und packte mich. Auch wenn immer wieder einige Stellen dabei waren, die man ruhig hätte kürzer fassen können, bin ich doch sehr auf Band drei gespannt und was nun mit Meggie, Mo, Resa, Farid und Staubfinger passieren wird.

Fazit

Ein toller zweiter Band der Tintenwelt-Triologie. Der Schreibstil und die Beschreibungen der Tintenwelt waren wieder sehr bildlich, packend und einnehmend. Es waren wunderbare neue Charaktere dabei, die alle sehr detailliert beschrieben und gut durchdacht waren. Und auch die alten trafen wir wieder zum großen Teil an und einige haben sich sogar sehr positiv weiterentwickelt. Da es aber doch einige lange Stellen gab und mir Band eins etwas besser gefallen hat, gebe ich vier von fünf Herzen.

4herzen

Autorin

Cornelia Funke, 1958 in Dorsten geboren, ist eine deutsche Kinder- und Jugendbuchautorin. Ihre fantastsichen Geschichten sind auch international, mit einer Gesamtauflage von 20 Millionen Büchern in 37 Sprachen, erfolgreich. Cornelia Funke absolvierte zunächste eine Ausbildung zur Diplompädagogin und arbeitete als Erzieherin. Parallel zu ihrer Arbeit studierte sie Buchillustration. Dadurch kam sie selber zum Schreiben und begann unter anderem mit den Drehbüchern zu Siebenstein. Mit Herr der Diebe erfolgte 2002 ihr internationaler Durchbruch. Seit dem hat Cornelia Funke zahlreiche Bücher und Werke erschaffen, die nicht nur die Kinder und Jugend sondern auch Erwachsene verzaubern.

 

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