Tintentod von Cornelia Funke (c) Dressler

Headerbild: Tintentod von Cornelia Funke (c) Dressler

Weil er so passend und schön ist, gibt es diesemal den Original-Klappentext. Der ist nämlich ein Zitat, das ich sowieso in die Rezension einbauen wollte.

„‚Meggie‘, sagte Fengolio leise, ‚wir beide wissen, dass dein Vater nicht wegen meiner Lieder der Eichelhäher ist. Dein Vater ist wie der Schwarze Prinz – er fühlt mit den Schwachen. Das habe nicht ich ihm ins Herz geschrieben, das war schon immer dort. Vielleicht hast du recht. Vielleicht verändert diese Geschichte ihn, aber er verändert auch die Geschichte.“


Nachdem ich ja bereits Band eins und Band zwei rezensiert habe, gibt es zu Band drei heute nur eine Kurzrezension. Denn alles, was ich zum Schreibstil, zur Idee an sich und zu den Charakteren sagen konnte, habe ich ja schon gesagt.

Der Schreibstil hatte mich auch hier wieder von Beginn an eingenommen. Ich bin fast etwas traurig, dass die Reihe nun ein Ende hat und kann mir gut vorstellen, dass ich sie irgendwann noch einmal lesen werden. Es hat riesigen Spaß gemacht, in die Tintenwelt einzutauchen. Es war spannend, lustig, abenteuerlich und emotional.

In der Tintenwelt habe ich so viele tolle, individuelle Charaktere kennengelernt. Was mir besonders gut gefallen hat ist, dass keiner durch und durch gut oder böse war, sonder alle Charaktere sehr vielschichtig mit Stärken, Schwächen, guten und schlechten Seiten ausgestattet waren. Das hat sie richtig greifbar und authentisch gemacht. Auch in Tintentod war Staubfinger einer meiner Favoriten und dass, obwohl ich ihn in Band eins noch nicht so wirklich mochte. Aber insgesamt konnte ich jedem etwas abgewinnen, denn jeder war auf seine Art und Weise faszinierend. Selbst die bösen wie den Natternkopf oder Orpheus mochte ich. Nicht die Personen an sich, aber die Art, wie sie alle dargestellte wurden. Besonders gefallen hat mir die Art und Weise, wie sich Jacobo weiterentwickelt hat. Und so einen Glasmann hätte ich ja selber gerne.


Der dritte Band der Tintenwelt lässt uns nochmals ein langes und packendes Abenteuer bestreiten. Gemeinsam mit Resa, Meggie, den Räubern rund um den schwarzen Prinzen, Violante und Jacobo und all den anderen Bewohnern der Tintenwelt. Allerdings waren auch hier, wie bereits in Band zwei, ein paar lange Stellen dabei. Deshalb gebe ich vier von fünf Herzen für diesen tollen Abschluss einer einzigartigen und wunderbaren Trilogie.

„Woraus sind wir gemacht? Resa, ich Mo und das Kind, das kommen wird. Sie wusste die Antwort nicht mehr. Hatte sie sie je gewusst.?“ (S. 52)

Infos zum Buch
Autorin: Cornelia Funke Verlag: Dressler Erscheinungsjahr: 2007 Seiten: 739 Format: Hardcover

Autorin

Cornelia Funke, 1958 in Dorsten geboren, ist eine deutsche Kinder- und Jugendbuchautorin. Ihre fantastsichen Geschichten sind auch international, mit einer Gesamtauflage von 20 Millionen Büchern in 37 Sprachen, erfolgreich. Cornelia Funke absolvierte zunächste eine Ausbildung zur Diplompädagogin und arbeitete als Erzieherin. Parallel zu ihrer Arbeit studierte sie Buchillustration. Dadurch kam sie selber zum Schreiben und begann unter anderem mit den Drehbüchern zu Siebenstein. Mit Herr der Diebe erfolgte 2002 ihr internationaler Durchbruch. Seit dem hat Cornelia Funke zahlreiche Bücher und Werke erschaffen, die nicht nur die Kinder und Jugend sondern auch Erwachsene verzaubern.