Huhu ihr Lieben. Ja, eigentlich ist es um die Aktion recht still geworden, weil das Ende auch für Ende Dezember geplant war. Ich habe aber noch mal ein Interview für euch, mit der lieben Jasmin De. Danach wird es natürlich auch weiterhin Interviews geben, die laufen dann einfach unter Interviews, statt unter der Aktion :). Also hier nun zu meinem vorerst letzten Interview im Rahmen von Darf ich bitten. Viel Spaß dabei!

Jasmin De im Interview

Eigentlich stell ich ja hier immer die Autoren vor, aber Jasmin macht das ja auch direkt in der ersten Frage selbst :). 1994 wurde sie im Ruhrpott geboren und liebt das Malen und Schreiben, seit sie einen Stift halten kann. Rache wird kalt serviert ist ihr Debüt und zeigt, dass wirklich vile Potenzial in ihr steckt und ich bin gespannt auf weitere Bücher. Eine Website hat sie auch, dafür einfach hier entlang.

Hallo Jasmin. Vielen Dank, dass du bei „Darf ich bitten“ mitmachst. Erzähl doch erst mal etwas über dich. Wer bist du, wo lebst du und was sind deine Hobbies?

Hallo! Vielen Dank, dass ich mitmachen darf, das freut mich sehr :).

Ich heiße Jasmin De, bin zwar 20 Jahre alt, aber im Herzen immer fünf und lebe zusammen mit meinem Kater irgendwo im Nirgendwo in der Nähe von Dortmund.

Zurzeit gehe ich noch zur Schule und schon bald werde ich die Uni unsicher machen *lach*. Meine Hobbys sind ganz klar das Lesen und Schreiben (schwer zu erraten, ich weiß 😉 ), reiten, wandern, tauchen und meine Freunde in den Wahnsinn zu treiben.

Was war das erste Buch, das du selbst gelesen hast?

Uh, schwere Frage! Das weiß ich gar nicht mehr so genau, denn ich habe schon immer gerne und viel gelesen. Aber an mein erstes, selbst gekauftes Buch erinnere ich mich noch: Ich sah ein Pferd, so weiß wie eine Wolke.

Was machst du neben dem Schreiben?

Nebenbei bin ich Bücherbloggerin: DasLesesofa.Blogspot.de

Was ist für dich der perfekte Tag?

Ein Tag ohne Explosionen, Wahnsinn oder Probleme. Bei mir ist immer was los. Entweder der Irrsinn in der Schule, die Stimmen in meinem Kopf treiben mich in den Wahnsinn, oder mein Kater macht radau.

Ein perfekter Tag wäre für mich irgendwo in der Natur zu sitzen, mit einer Tasse Tee in der einen Hand und ein gutes Buch in der anderen.

Wie und wo schreibst du am liebsten?

Am liebsten schreibe ich im Zug auf meinem Handy. Dort bin ich alleine und von nichts umgeben, was mich ablenken könnte. So kann ich mich in die Geschichte hineinfallen lassen, besonders, wenn ich dabei passende Musik zu den Szenen höre.

Hast du bestimmte Rituale beim Schreiben?

Nicht direkt – ich mag es, wenn neben mir eine gut duftende Kerze brennt, aber ein wirkliches Ritual habe ich nicht.

Was war zu erst da, die Grundidee zu Rache wird kalt serviert oder eher ein Charakter, der dann zur Geschichte führte?

Die Protagonistin Luna, eindeutig! Eines Tages, mitten aus dem Nichts, platzte sie einfach in meinem Kopf und beschloss, dass ich alles liegen und stehen lassen soll, um ihre Geschichte zu schreiben.

Erst hatte ich darüber nur gelacht, aber dann ließ sie eine Art Film in meinem Kopf platzen, wo sie im Schatten von Schiffscontainer steht, mit einer Waffe in der Hand und einem wissendem und spöttischem Grinsen auf den Lippen. Seit dem Augenblick an hat Luna mich gefesselt und daraus entstand Rache wird kalt serviert.

Haben deine Portagonisten quasi Vorbilder in der realen Welt oder sind sie komplett frei erfunden?

Alle meine Figuren sind frei erfunden. Viele Leser fragen mich, ob gewisse Personen den Figuren optisch ähneln, aber es sind oft nur gewisse Details.

Wie kamst du auf die Idee, ein so schweres und auch ernstes Thema wie die Bipolare Störung mit einzubauen? Kommt sie aus dem realen Leben?

Rache wird kalt serviert beinhaltet nichts aus meinem Leben. Weder trinke, töte, noch laufe ich auf High Heels (dann würde ich mir sofort das Genick brechen). Alles ist frei erfunden und oftmals nur das Abbild von möglichen Empfindungen, aber genau weiß es nicht (wie oft töten man schon einen Menschen und dann auch noch so kaltblütig?).

In meinem Bekanntenkreis gibt es niemanden mit einer Bipolaren Störung und zu Beginn der Geschichte kannte ich diese Art von Störung noch nicht einmal. Nachdem Luna sich mir zum ersten Mal gezeigt hatte, ließ sie mich nicht mehr los. Manchmal fing sie einfach an zu sprechen, schreien oder diskutieren, ohne Rücksicht darauf zu nehmen, ob ich gerade beschäftigt war oder wollte. Ihr Zeitgefühl war mehr als schrecklich – am meisten in den unpassendsten Momenten verlangte Luna meine Aufmerksamkeit. Nachdem sie mir einige Happen in Form von Gesprächen, Bildern oder Videos gegeben hatte, wurde ich immer neugieriger. Wer war sie? Wieso tat sie das? Gab es einen triftigen Grund? Wie hatte sie sich wohl dabei gefühlt? Welche Auswirkungen hatte das auf ihr Leben? Je mehr ich mich das Fragte, desto mehr wurde mir klar, dass ein so traumatisches Erlebnis niemanden einfach kalt lässt und Narben auf der Seele hinterlassen würde – besonders bei Luna.

Mein Wunsch ist es, Psychologie zu studieren und weil ich Herausforderungen liebe, machte ich Vergleiche mit möglichen Folgeproblemen und der Art und Weise, wie Luna sich verhielt. So kam ich auf die Bipolare Störung, ohne es wirklich gewollt zu haben :).

Wo und wie lange musstest du zu diesem Thema recherchieren, um Luna so authentisch wirken zu lassen?

Dank dem Internet nicht sehr lange. Dort lernte ich diese Störung kennen und ließ es erst einmal sacken. Es folgte ein Akzeptieren und Verstehen dieser „Krankheit“ und als ich breit war, nahm mich Luna mit und zeigte mir Stück für Stück ihre ganze Welt. Dieser Prozess dauerte über das ganze Buch hinweg an und selbst heute noch.

Gerade schreibe ich an dem zweiten Teil.

Das Wissen um Waffen und allem was dazugehört ist ja auch sehr ausgeprägt in deinem Buch. Wo hast du all diese Infos bekommen?

Auch hier sei dem Internet dank 😉 Bis auf Plastikpistolen von meinem Bruder hatte ich noch nie eine Waffe in der Hand. Luna zeigte mir ihr Baby, eine Sig Sauer und ich begann, darüber zu recherchieren, ebenso wie über die anderen Waffen. Jedes Modell, jede Art, hat einen anderen Verwendungszweck und wenn die Situation zum Beispiel eine brauchte, um ein Ziel aus weiter Entfernung zu treffen, reichte die Sig Sauer nicht aus. Es hat viel Spaß gemacht, über die Waffen nachzuforschen, denn sie sind ein Teil von Luna und somit konnte ich sie immer mehr verstehen.

Ich hoffe nur, dass ich durch die Suche nicht auf dem Schirm der Polizei oder NSA bin :s

Beeinflussen dich persönliche Erfahrungen oder Situationen beim Schreiben?

Ja. Wenn ich einen schlechten Tag hatte, färbt es sich auf den „Klang“ des Textes ab, den ich in der Zeit schreibe. Umgekehrt ist es ebenso. Wenn ich mal nicht weiß, wie ich eine Szene oder Gefühle von einer Figur beschreiben soll, blockiert mich das auch, was sich im „echten“ Leben bemerkbar macht.

Natürlich beeinflussen mich ebenso positive Gefühle oder Situationen.

Wie hat es sich angefühlt, dein Buch das erste Mal in den Händen zu halten?

*lach* Das erste Mal, als ich mein Buch in den Händen hielt, war es nicht mein Exemplar, sondern das einer Freundin, welches ich signieren sollte. Amazon war schneller als die Druckerei gewesen und ich erhielt meins erst am nächsten Tag. Das war ganz lustig, aber geplatzt vor Freude bin ich trotzdem (hatte erstmal einen Freudentanz gemacht) und stolz war ich ebenso. Doch so richtig glauben kann ich es bis heute noch nicht ganz, egal, wie viele Bücher ich von mir schon in den Händen hielt. Es scheint so surreal zu sein, wenn ein langer Traum sich nach so vielen Stolpersteinen erfüllt :).

Kannst du dir vorstellen auch mit Verlagen zu Arbeiten oder bleibst du lieber beim Selfpublishing?

Damals, als ich mit 15 meinen ersten Roman geschrieben hatte, der niemals veröffentlicht wurde, hatte ich ihn bei dutzenden Verlagen eingereicht und eine Absage nach der Nächsten erhalten. Damals wäre ich gerne in einem Verlag untergekommen, heute will ich das nicht mehr, denn beim Selfpublishing kann ich mit eigenen Augen direkt mitverfolgen, wie mein Baby entsteht und die ersten Schritte geht. Ich bin glücklich, selber meine Entscheidungen zu treffen, auch wenn es viele Aufgaben sind und eine Menge auf der Strecke bleibt.

Gibt es bereits ein neues Projekt? Und wenn ja, willst du uns noch kurz etwas darüber erzählen?

An neuen Ideen mangelt es bei mir überhaupt nicht – viel mehr fehlt mir die Zeit dazu!

Trotzdem und auch, wenn Rache wird kalt serviert eigentlich als ein abgeschlossener Roman gedacht war, habe ich mich dazu entschieden (oder wurde viel mehr von Luna und den Lesern gezwungen), einen zweiten Teil zu schreiben.

Es sind einige Jahre vergangen und Luna hat ihr Leben, soweit es geht, im Griff. Haus, Job, Sohn und Ehemann – ein geregeltes und halbwegs normales Leben. Doch das Leben macht ihr einen gewaltigen Strich durch die Rechnung und die Vergangenheit schlägt mit voller Wucht zu. Plötzlich ist das Leben ihrer Familie in Gefahr und Leo kommt zurück, doch er ist nicht mehr der, der er einmal war.

Nach dem zweiten Teil von Rache wird kalt serviert wird ein Fantasyroman folgen, denn es so noch nie gab und dann eine knallharte, grausame und realistische Cowboy Geschichte.

Alle News zu den Geschichten oder Terminen gibt es unter Jasmin-De.Blogspot.de oder auf meiner Facebook Seite.

Ob sich etwas dazwischen schleicht bleibt offen, denn das Leben verbirgt viele Überraschungen 😉

Vielen Dank, dass ich dabei sein durfte! Eure Jasmin <3

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Vielen Dank, dass du dabei warst. Wirklich tolle Antworten, mir hat es viel Spaß gemacht.

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