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[Rezension] Der 100jährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

von Franzi S.
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Infos zum Buch
Verlag: btb Verlag Random House GmbH; Erscheinungsjahr: 2009; Autor: Jonas Jonasson; Seiten: 413, Headerbild: Jonas Jonasson. Der Hunderjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand. (c) btb Verlag, Random House

Allan Karlsson hat eigentlich allen Grund zur Freude, denn er feiert bereits seinen hundertsten Geburtstag. Allerdings sitz er im Altenheim fest, indem es ihm sogar nicht gefällt, sein Körper will auch einfach nicht das Zeitliche segnen und im Kopf ist er ja auch noch ganz fit. Kurzerhand klettert er aus dem Fenster und stellt halb Schweden auf den Kopf.


Ich hatte bereits „Die Analphabetin, die rechnen konnte gelesen“ und war nach anfänglichen Schwierigkeiten so begeistert, dass ich jetzt auch unbedingt den 100jährigen lesen wollte. Und ich war gleich von Beginn an wieder gefangen und wunderbar unterhalten.

Der Einstieg in den Schreibstil viel mir diesmal sehr leicht und ich war sofort in der Geschichte versunken. Das Buch ist einfach total durchgeknallt, abgedreht und so unfassbar unglaubwürdig und doch wieder so detailliert, dass ich mich einfach nur noch wegschmeißen konnte.

Ich liebe einfach diese überzogenen, politischen Spitzen und den Humor von Jonas Jonasson. Es hat an nichts gefehlt und gleichzeitig waren die historischen Details doch so akkurat, dass man fast meinen könnte, es wäre wahr. Es ist einfach nur abgedreht, was Allen erlebt, sowohl nachdem er aus dem Fenster steigt als auch in seinem ganzen Leben bisher.

„Langsam ging Allan Stalins Überempfindlichkeit auf die Nerven. Der Kerl war ja schon ganz rot im Gesicht, so regte der sich auf, und das im Grunde über nichts und wieder nichts.“ (S. 243)

Die Charaktere waren alle gelungen und einer verrückter als der andere. Besonders Allan habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Er trifft auf unfassbare und gleichzeitig sehr liebenswerte Gefährten, mit denen er ein einziges chaotisches Abenteuer erlebt. Von Julius, über Benny bis hin zur Schönen Frau, wie sie genannt wurde, Piranha und Bosse. Aber auch alle anderen bekannten und weniger bekannten waren einfach aberwitzig, selbst Sonja, der Elefant, der ebenfalls eine wichtige und zum brüllen komische Rolle im Abenteuer der Gruppe spielt.

„Ich will nur sichergehen, dass ich das richtig verstanden habe…Ihr habt also wirklich einen Elefanten in dem Bus da draußen?“ (S. 212)


Jonas Jonasson hat den Trubel um den 100jährigen zu Recht verdient. Das Buch ist einfach eine einzige, rasante, durchgeknallte und witzige Fahrt durch das verrückte Leben von Allan Karlsson. Besonders begeistert Jonas Jonasson mich mit seinen politischen Spitzen und seinem Humor. Der Schreibstil hat es mir auch angetan und ich kann das Buch wirklich jedem empfehlen, der gerne mal herzhaft Lachen will. Das Buch hat auf jeden Fall 5 Herzen verdient.

Der Autor

Jonas Jonasson lebt auf der Insel Gotland und wurde im Jahr 1961 in Schweden geboren. Er arbeitete nach seinem Studium in Göteborg als Journalist. Später gründete er eine eigene Medien-Consulting-Firma. Nach 20 Jahren verkaufte er die Firma und schrieb seinen weltweiten Bestseller “Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand”. “Die Analphabetin, die rechnen konnte” ist sein zweites Buch.

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Sparstrumpfchallenge | Lovely Mix

[…] Der Hunderjährige […]

Wie findest du das Buch im Vergleich zur Analphabetin? Hab den 100jährigen schon gelesen, und fand den genauso klasse, aber noch nicht die Analphabetin.

Hallo, ich komme von Ankas Geblubber und wollte dir mal einen Kommentar da lassen. Ich habe schon viel über das Buch gehört aber mich nie gewagt es zu lesen. Leider habe ich auch ein Buchkauf-verbot und hoffe das es sich bald wieder legt und ich das Buch lesen kann bin schon sehr gespannt. Deine Rezi zu dem Buch finde ich sehr Interessant und ansprechend, es sind keine Spoiler vorhanden und es lässt sich supper gut lesen. Daumen Hoch.

LG

Ich versuche Bücher zu vermeiden, um die ein riesen Hype gemacht wird, weil ich zu oft schon enttäuscht war und vermutlich einfach keine Mainstream-Leserin bin. Aber mein bester Freund hatte das Buch gelesen, war total begeistert und hat es mir deshalb zum Geburtstag geschenkt und ich war sowas von weg. Das Überzogene hätte mich normalerweise das Buch zuklappen und weglegen lassen, aber hier ist das so genial gemacht, dass man einfach immer weiter lesen muss. Die Analphabetin habe ich mir zwischenzeitlich als Hörbuch gehört und natürlich ist es das gleiche Muster, aber einfach eine andere Geschichte und auch die konnte… Weiterlesen »

Hallöchen,

ich muss gestehen ich hatte es in den Händen und habe mich nicht getraut. Aber wenn ich deine Rezension lese beiße ich mir ja fast ins Popöchen es nicht mit genommen zu haben!
Ich glaube, das muss ich ändern 🙂
Im übrigen sehr hübscher Blog 🙂

Liebe Grüße
Grinsemietz

Monatsrückblick Mai | Lovely Mix

[…] Jonas Jonasson: Der hunderjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand […]

[…] Analphabetin, die rechnen konnte“ total verwirrt dann aber doch begeistert. Mit „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ setzte er noch einmal eins obendrauf. Was vermutlich auch daran lag, dass ich mit dem Schreibstil […]

Ich fand das Buch auch sehr klasse. Der Film allerdings hat mich sehr enttäuscht!
Liebe Grüße

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